Montag, 17. Oktober 2016

Neue Serie: Interview mit Händlern über neue Modelle: Heute: KTM


In unserer kleinen und neuen Serie, interviewen wir die Mopped Markenhändler zu den Neuvorstellungen für 2017.

Heute sind wir zu Besuch bei KTM Stuttgart. Chef des Ladens ist der in Stuttgart ziemlich bekannte Pit. Seit ein paar Jahren schmeißt er mit Frau und kleinem Team ziemlich erfolgreich den noch relativ jungen Standort von KTM.


Chef im Ring: Pit
MB: Hi, Pit, schön das du uns kurz vor dem Urlaub noch ein Interview gibst. Kommen wir gleich zur Sache. Nachdem nun die Katze aus dem Sack ist oder besser gesagt, die neuen Modelle auf der Intermot in Köln vorgestellt wurden, interessiert uns natürlich nicht nur die Werbung oder die kommenden Testergebnisse, sondern vielmehr auch die Meinung der Händler. Die sollen die Maschinen schließlich an den Mann respektive Frau bringen.

Fangen wir mit der neuen 1090 an. Obwohl der Motor nach wie vor 1050 ccm groß ist, hat sich die Bezeichnung um 40ccm "erhöht". Weshab dann der neue Name?

Pit: Nun, das sind wohl hauptsächlich Marketingründe. KTM und auch andere Hersteller nehmen es mit den Bezeichnungen längst nicht mehr so genau und tatsächlichen Größen der Motoren sind lediglich Bezugsgrößen.

MB: Die 1090er kommt mit 125 PS. Heißt das nun, dass die bisherige 1050er sich auf die gleiche PS Leistung "aufmachen" lässt?

Pit: So einfach ist das nicht. Zunächst ist die 1050 nach Euro 3 homologiert und die neue 1050 nach Euro 4. Ob es vielleicht ein Softwareupdate dazu gibt, weiß ich noch nicht.

MB: Kann man nicht davon ausgehen, das es für 125 PS im Gegensatz zur 100 PS der Alten mehr Bedarf als ein Softwareupdate? Z.B. eine andere Nockenwelle? Zumal die neue einen zusätzlichen Ölkühler hat.

Pit: Wie gesagt, ich kann es heute noch nicht sagen. Auf der anderen Seite, glaube ich nicht, das Besitzer der 1050er nun quasi angeschmiert sind. Die Leistungsunterschiede werden die meisten gar nicht wahrnehmen. Zumal die 1050er auf den Leistungsprüfständen doch stets zwischen 105 und 108 PS abgab. Die 1050 bleibt ein klasse Bike mit tollem Motor und Fahrwerk. Sonst hätten wir kaum so einen Erfolg mit ihr gehabt.

MB: Die R Version (also Enduroversion mit 21 Zoll Speichenvorderrad) sieht aus, als ob sie die Verkleidungsteile der seeligen 1190er trägt...

Pit: Das sehe ich auch so. Ich habe aber noch keine auf dem Hof gehabt um das tatsächlich zu bestätigen.

MB: Was hälst du davon das die 1190er nun aus dem Programm fliegt?

Pit: Hm, da habe ich Liebhaber sportlicher Enduros schon auch ein weinendes Auge. Für den Verkauf ist es aber die vernüftigere Entscheidung. Die Modelle sind nun leistungsmäßig so dicht aneinander gerückt, dass es nur konsequent ist, diesen Schritt zu gehen. Zumal es nun von der 1090 wie auch der 1290 "R" Modelle geben wird. Wer auf elektronischen Schnickschnack verzichten möchte ist mit der 1090 sicher gut bedient. Die 1290 deckt da mit etlichen technischen Neuerungen den Komfort besser ab. Zumal der bärenstarke Motor nach wie vor eine Freude ist und dir das sprichwörtliche Grinsen aufs Gesicht zaubert.

MB: Bleiben wir bei der 1290er. Nachdem sich KTM im Jahr 2012 von der, sagen wir, vom gewöhnungsbedürftigen Design der 950/990er verabschiedet hatte und das Design der 1190er doch den meisten gefälliger erschien, kommt die neue 1290er nun mit dieser geteilten Lampenmaske daher. Ehrlich gesagt, beim ersten Bild, das wir gesehen haben, erinnerte uns das Design an die BMW Niere. Weshalb verlässt KTM nun schon wieder eine Design Linie? Bei den Duke Modellen entwickeln sie doch auch straight am bisherigen Design mit Erfolg weiter.

Pit: Zunächst muss man sagen, das die neue Lampemaske live besser aussieht als auf den Fotos. Die neue Lampe behinhaltet auch LED Licht und adaptives Kurvenlicht. Beides benötigt mehr Platz und Kühlung. Die alte Maske hat da nicht gepasst. Und seit wann ist KTM Mainstream? KTM hat schon immer polarisiert.

MB: Der Erfolg von KTM hält nun schon einige Jahre an. Denkst du mit den neuen Modellen trifft KTM weiterhin ins Schwarze?

Pit: Das denke ich sehr wohl. KTM baut in allen Modellen weiterhin super Motoren und Fahrwerke ein. Hinzu kommen nun die ganzen technischen Neuerungen. KTM ist in vielen Dingen Vorreiter. Siehe das Kuren ABS vor zwei Jahren. KTM baut auch nicht einfach eine BMW GS nach, wie man es bei anderen Marken den Eindruck hat (Anm. d. Redaktion: Pit spielt vermutlich auf die Triumph Tiger an).

MB: Also rundrum zufrieden?

Pit: Zufrieden ist man doch nie. Eine 390er Enduro mit dem Motor der 390er Duke würde m.E. noch eine Lücke schließen.

MB: Du meinst so etwas wie BMW es jetzt mit der G310 als Adventure Version auf den Markt bringen will?

Pit (lacht): Ja, so etwas aber bitte mit der Leistung der KTM. 30 PS, wie die neue BMW angekündigt ist, erscheint mit etwas mau...

MB: Es soll doch auch noch eine 800er Enduro von KTM geben. Wann wird diese kommen?

Pit: Wohl eher 2018. Auf der EICMA in Mailand im November diesen Jahres, soll ein Prototyp zu sehen sein...

MB: Hoffentlich ist es dann nicht zu spät. Es soll ja auch eine neue Yamaha Enduro gezeigt werden, welche den Motor der MT07 trägt...

Pit: Nun, wir sind uns einig, dass Yamaha den einstigen Enduro Olymp längst verlassen hat. KTM hingegen ist seit Jahrzehnten in dem Bereich führend.

MB: Wir kennen etliche XT und Tenere Fahrer, die schon lange auf einen adäquaten Nachfolger hoffen. Ähnlich wie die Afrika Twin Anhänger gewartet haben. Und die verkauft sich nun wie warme Semmeln.


Pit: Das stimmt. Die AT wurde natürlich auch mächtig von der Presse gepusht. Dennoch, am Ende zählt die Qualität und Leistung, sowie der Preis.

MB: Das ist wahr. Ich würde noch das Design hervorheben wollen. Man kauft doch auch aus dem Bauch herau schöne Dinge, u.a. Moppeds.

Pit: ...und nach der Probefahrt auch mit dem Grinsen im Gesicht....

MB: Was ist mit den "Joghurtbechern"? Wir haben den Eindruck, das auf den Straßen wieder mehr Speedmoppeds unterwegs sind. Sind die nicht längst tot? Oder kommt die Jugend wieder auf den Geschmack?

Pit: Tendenzen dahin sind momentan nicht vorhanden. Eine RC8 verkaufte bis dato eher verhalten. Das liegt sicher nicht an den Qualitäten. Nur sollte man das sportliche Segment nicht aus den Augen verlieren.

MB: Letzte Frage. Hält der Boom vom Umstieg von der 125er auf ein größeres Mopped weiter an?

Pit: Definitiv ja. Insbesondere auch die Frauen fahren weiterhin Mopped. Hier läuft unsere 390er Duke super.  Ist ja auch kein Wunder. Klein, leicht, stark wendig und echt günstig.

KTM Stuttgart
MB: Vielen Dank für deine Zeit. Wir wünschen dir ein schönen Urlaub und spätestens ein Wiedersehen auf der Motorrad Messe in Stuttgart im Februar 2017.














Sonntag, 9. Oktober 2016

Veterama Mannheim 09.10.16

Veterama in Mannheim - eine feste Größe in Sachen Oldtimer (Automobile & Motorräder)



Ursprünglich wollten wir diese Woche die INTERMOT in Köln besuchen. Aus verschiedenen Gründen war es uns diesmal der Besuch nicht möglich. Das ärgert ein wenig, auf der anderen Seite ist auch ärgerlich, dass auf der INERMOT nur ein Teil der neuen Moppeds für 2017 Premiere haben. Der andere Teil, hauptsächlich die Italiener, zeigen die Neuigkeiten erst im November auf der Mailänder Messe. Das Spiel läuft doch nun schon ein paar Jahre und so richtig glücklich macht das den neugierigen Motorradfahrer nicht.
Sei es drum. (Über die Neuheiten werden wir dann posten, wenn die Mailänder Messe vorüber ist)

Alternativ haben wir uns heute auf das Mannheimer Maimarktgelände begeben. Dort fand bis heute die Veterama Messe statt. Also das genau Gegenteil von Neu.

Die Oldie-Gemeinde stellte auf über 4.000 Quadratmeter alles aus, was irgendwie alt ist. Man konnte jede Menge Ersatzteile für Autos und Motorräder aus vergangenen Zeiten erwerben und natürlich auch komplett renovierte Automobile kaufen. Teilweise sehr beeindruckend.

Da das Wetter heute auch mitspielte, kamen auch viele Besucher auf den Platz. Dank der guten Organsiation des Veranstalters, kam nie Gedränge auf und jeder Besucher konnte sich "die Augen aus dem Kopf" schauen. Langweilig war es jedenfalls nie und mit manchem alten Mopped konnten wir uns "retromäßig" anfreunden.

Bilder sagen mehr als Worte, daher an dieser Stelle unsere Bilder zur Veterama 2016.

Öl für die Oldies by Östol

Schätzchen aus Italien

Das "Boot"


Schirm statt Gewehr

Oldtimer Fund aus Frankreich. Preis 19.000 €

Lederkette

Neckarsulm mit Lederkette

Nimbus...wunderschön


Kreative Folierung

Amis übertreiben immer

und das ist die Duc dazu...


Hier können auch Moppedfahrer nicht nein sagen


HD Rahmen von 1941 für 17 Tausend zu haben



Erinnert sich jemand an dieses Gefährt?










Wer nun Lust hat auch einmal die Veterama zu besuchen. Die nächste findet im Frühjahr 2017 statt.




Alle Bilder by moppedblog stuttgart/veterama Header by veterama.de

Mittwoch, 14. September 2016

Ist eine Schraube locker?

Schrauben. Obwohl wir das Gefühl haben, das immer weniger Biker selbst Hand am Motorrad anlegen, auf schwäbisch "selbst am Mopped schrauben", hier doch mal etwas über Schrauben und Muttern. Diese machen auch bei modernen Motorrädern den größten Teil aller Teile aus. Sprich, die halten zusammen was zusammen gehört. Und manchmal verabschieden sich auch welche ins "Nirwana".

Nun, die meist vertretene Art der Schrauben sind entweder Inbus (Innensechskant) oder ganz aktuell, Stern bzw. Torxschrauben. Beide Arten haben haben den Werkzeugansatz innen im Schraubenkopf liegen.
Innen Sternschraube

Inbus (Innensechskant) schraube
Im Gegensatz zu Maschinen- bzw. Schloßschrauben greift das Werkzeug innen und nicht außen am Schraubenkopf. Das ist erstens sicherer, weil man nicht wie mit einem Gabelschlüssel abrutschen kann, dabei vielleicht auch den Schraubenkopf vermurksen kann und zweitens sind die Schrauben platzsparender weil die Schraubenköpfe nicht so groß sind. Das ist natürlich gerade beim Motorrad wichtig, auf kleinstem Raum sind eben kleinere Schrauben nötig.

Aus welchem Material sind die Schrauben gefertigt?

In der Regel sind Schrauben und Muttern aus Stahl gefertigt. Neuerdings, z.B. bei KTM, werden Schrauben aus Aluminium verbaut.

Schrauben werden mit verschiedenen Größen und Längen eingesetzt. Es kommt darauf an was sie zusammenhalten sollen. Zudem werden sie mit verschiedenen Anzugsstärken verschraubt. Auch das ist abhängig von dem, was sie halten sollen. Die Hersteller geben die Anzugsstärke der Schrauben in NM (Newtonmeter) an. Dafür gibt es spezielle Drehmomentschlüssel, auf diesen lässt sich die benötigte Anzugskraft einstellen. Schrauben halten im Übrigen die meiste Kraft auf den ersten drei Gewindegängen. Die weiteren Gänge halten linear abwärts entsprechend weniger Kraft.

"Nach fest kommt ab"
Ein altes Schraubersprichwort. Dies besagt, das eine Schraube abreißt, wenn man sie zu fest anzieht.
Daher ist der oben erwähnte Drehmomentschlüssel ein wertvolles Werkzeug um dies zu verhindern.

Gibt es weichere und festere Schrauben?

Yo, die gibt es sehr wohl. Sehr viele Leute sitzen dem Irrtum auf, das Edelstahlschrauben die besten Schrauben sind, welche am Mopped verschraubt werden können.  Den Zahn muss ich leider ziehen. Sicher Edelstahl ist einer der härtesten Werkstoffe den wir kennen. Zumal noch rostfrei. Doch eben in der extremen Härte liegt auch das Problem. Sie sind auch spröde. D.h. Edelstahl hat kaum noch Flexibilität. Die ist aber notwendig, nicht nur beim anziehen, sondern auch beim halten. Schrauben sind auch Kräften ausgesetzt. Sei es heiß, kalt oder Fliehkräften (ich danke da an die Schrauben welche die Bremsscheiben halten). Wenn also die Schrauben zu spröde sind, reißen sie ab. Also Härte ist das eine, Flexibilität das andere Thema.

Stahlschrauben haben deshalb Güteangaben

Wer sich Schrauben einmal genauer ansieht, wird bemerken, dass auf den Schraubenköpfen kleine Zahlenangaben zu sehen sind. Z.B. 8.8
Gütebezeichnung auf Schrauben
Diese Angaben zeigen die Güte der Schraube an. Sprich, wie fest und flexibel sie sind. 8.8 Schrauben sind Standardstahlschrauben, welche den meisten Anforderungen am Mopped genügen. Damit macht man nichts falsch. Im Übrigen rosten diese nur schwer, weil sie nämlich Oberflächenbehandelt sind. (Zumindest aus deutscher Produktion)

Die Güte oder auch Festigkeitsklassen in für diese Schrauben sind: 3.6 / 4.6 / 4.8 / 5.6 / 6.6 / 6.9 / 8.8 / 10.9 / 12.9 / 14.9

14.9 ist dann die härteste Mischung. Aber eben auch das sprödeste. Am Mopped ist man mit 8.8 oder 10.9 Schrauben gut beraten. Die 8.8 Schrauben gibt es in jedem Baumarkt. Auch das Internet bietet eine große Auswahl, speziell wenn bestimmte Schrauben gesucht werden.

Was ist mit der Festigkeit von Aluminiumschrauben?

Das lässt sich nicht so einfach beantworten wie es bei Stahlschrauben der Fall ist. Aluschrauben werden im Fahrzeugbau zum großen Teil spezifisch hergestellt. D.h. das die Schrauben nach den Herstellervorgaben, also in den Punkten Länge, Einbautiefe, Kopfform, Flexibilität, Hitzebestädnigkeit, Reißfestigkeit etc, produziert werden.

Schrauber sollten also nicht einfach hergehen und am Mopped montierte Stahlschrauben gegen Aluschrauben austauschen. (Anders herum ist es dann meit kein Problem).

Kontaktkorrosion

Noch ein weiteres Problem kann bei der Verwendung von Stahl und Alu enstehen. Die sogenannte Kontaktkorrosion. Wenn z.b. eine Stahlschraube in einem Alu-Gewinde steckt kann das dazuführen, das sich die Stahlschraube nicht mehr drehen lässt. also "festgebacken" ist. Durch die unterschiedlichen Materialien ensteht relativ schnell eine (ungewollte) Korrosion, also feste Verbindung, da hilft manchmal nur noch ausbohren.

Gängige Schraubengrößen
Schrauben gibt es in verschiedenen Längen und Gewindedurchmessern. Die gängsten Durchmesser am Mopped sind M5, M6 und M8 Schrauben. Die Längen sind sehr unterschiedlich. Meist liegen diese zwischen 20 und 60mm.

Muttern
Nicht alle Schrauben werden in Gewinde am Mopped eingeschraubt. Manchmal bedarf es auch Muttern. Z.B. wenn ein Gepäckträger angeschraubt werden soll. Bei Muttern gibt es die gleichen Güteklassen wie bei den Schrauben.
Polystoppmutter 
Empfehlenswert sind selbstsichernde Muttern. Auch Polystoppmuttern genannt. Bei dieser Art sind Kunststoffringe im letzten Gewindegang der Mutter eingelassen. Dieser verhindert effektiv das sich Muttern selbstständig lösen können.

 


Bildquellen in diesem Beitrag: moppedblog stuttgart

Samstag, 3. September 2016

Spezial: Glemseck 101 2016

Spezial: Glemseck 101 2016

Für das große Spezial haben wir eine extra Seite gebaut.

Klickt hier: Glemseck 101 2016 Spezial

Weitere Fotostrecken findet ihr dann ab nächster Woche auf glemseck101.de



 Event: 101 auf dem Glemseck

Freitag, 2. September 2016

TV: Hauptsache laut. Panorama berichtet

Am 31.08.16 strahlte das Erste in der Sendung "Panorama" einen Bericht über laute Motorräder aus.

Unter Panorama verstehe ich einen Rundblick und Überblick über die Gegend und Landschaft. Im übertragenen Sinn sollte also ein Bericht einen neutralen Blick zu einer Sache bieten und liefern. Das war in der Sendung ganz anders. Ziemlich einseitig wurde auf die Biker drauf gehauen. Wir haben dann eine Mail an die Redaktion gesendet. Antwort kam bisher noch keine.

Hier der Link zum Bericht (steht nur eine gewisse Zeitlang beim NDR online)

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2016/Hauptsache-es-droehnt-laute-Motorraeder-genervte-Anwohner,motorradlaerm126.html

Montag, 29. August 2016

Presse: Reinigungsmittel

Presse: Reinigungsmittel

Test Reinigungsmittel
Ausgabe (18/2016) >Motorrad<

Die Redaktion von Motorrad nahm, nach vielen Jahren,  einmal wieder die speziellen Motorradreiniger in den Test. Und fand dabei heraus, was in diversen Foren auch schon festgestellt wurde: Der in seiner Formel geänderte Reiniger S100 von Dr. Wack ist nicht mehr so toll wie früher. "Entäuschend" kommentiert der Redakteur. 
Bildquelle: Motorradonline.de

In der Tat, da nutzen wir S100 bald 30 Jahre, zahlten aus Überzeugung stets den höheren Preis (in Relation zu Konkurenzprodukten) und nun das. Ob das nun erhöhten Umweltauflagen geschuldet ist oder andere Gründe dafür vorliegen. Das ist im Grunde egal. Wir möchten den Reiniger einsprühen, wirken lassen und dann abdampfen. Danach muss es sauber sein und Flächen wie Kunststoff oder Metall dürfen nicht angegriffen werden. So wie es bisher mit dem alten S100 funktioniert hat. Man will Dr. Wack zurufen: Never change a running system...

Dienstag, 23. August 2016

Das LAUTEr TAL

Das Lautertal (das laute Tal)

Das Lautertal liegt auf der schwäbischen Alb. Vor ein paar Tagen berichtete das SWR Fernsehen über die sonntägliche Lärmbelästigung durch Motorräder. Wort wörtlich sprach die Moderatorin von den Bikern mit den "Höllenmaschinen". 

LINK: Die Höllenmaschinen im Lautertal - SWR TV 

Schon die Anmoderation erzeugt Stimmung. Fehlte nur noch das Wort "Rocker".  Im Bericht selbst wurde es dann relativiert. Zumindest bekamen nicht nur Anwohner, sondern auch Biker die Möglichkeit Ihre Meinung zum Lärm zu äußern.
Bildquelle: Tourenfahrer.de U.a.: Entlang der großen Lauter

Ja, die Moppeds haben generell zugenommen. Und Nein! Streckensperrungen helfen nur bedingt; denn fahren sie nicht im Lautertal, dann eben woanders.

Ja, guter Sound gehört auch zum Mopped. Und Nein! man muss nicht laut bollernd durch einen Ort fahren und schon gar nicht 50 Meter vor dem Ortsschild beschleunigen.

>>Es wird schon mit großen Schildern gewarnt: Gas weg, sonst Sperrung!<<




Als Ergbnisse solcher Aktionen gibt nicht nur mehr Kontrollen und Sperrungen, nein mittlerweile formiert sich eine größere Mehrheit gegen Motorradlärm und damit gegen das Motorrad fahren an sich. 

Z.B. Im Internet: motorradlaerm.de 

Dort werden sogenannte "Hotspots" des Lärm aufgeführt. Nur alleine BW):

Baden-Württemberg
70437 Stuttgart:
71083 Herrenberg:
71111 Waldenbuch:
71384 Weinstadt (Rems-Murr-Kreis):
71394 Kernen (Rems-Murr-Kreis):
71560 Sulzbach (an der Murr):
71566 Althütte (Rems-Murr-Kreis):
71577 Großerlach (Rems-Murr-Kreis):
71737 Kirchberg (Rems-Murr-Kreis):
72074 Tübingen:
72587 Römerstein-Donnstetten:
73252 Lenningen Hochwang:
73734 Esslingen:
73447 Oberkochen:
74245 Löwenstein:

74336 Brackenheim-Hausen:
74343 Sachsenheim Häfnerhaslach:

74405 Gaildorf:
76596 Forbach:
76597 Loffenau:
77656 Offenburg:
77694 Kehl:
78247 Randen:
78267 Aach:
78333 Stockach:
79410 Badenweiler:
79837 St. Blasien:
79674 Präg:
79674 Todtnau:
79713 Bad Säckingen:


Diese Orte dürften vielen Bikern bekannt vorkommen. Wäre übel wenn dort bzw. in deren Gegend Mopped fahren verboten wäre...

Wie also dem entgegen steuern? Es ist grundsätzlich traurig, das über solche Themen nicht auch in der einschlägigen Fachpresse regelmäßig berichtet wird. Was nützt den der xte Test eines hypermodernen Motorrades, wenn man nur noch auf der Autobahn damit fahren darf? 

Vielleicht sollte man die "lauten" Biker direkt ansprechen..? Aber wer Sonntags auf dem Glemseck auf der Leitplanke sitzt, der bewundert doch auch gerade die fetten Harley Jungs mit ihrem Grummelsound, nicht? Wer würde denn zu so einem hinlaufen und was sagen? 

Hm, nicht einfach. 
Zumindest auf eins können wir achten: Einfach gemächlich durch einen Ort tuckern und das Gas erst weit nach dem Ortsschild aufmachen...Oder???

Dienstag, 16. August 2016

Trend: Scrambler. Jetzt legt BMW nach

Trend: Scrambler. Jetzt legt BMW nach.

Mode ist schon ein schwer zu erklärendes Phänomen. Ob Schlaghosen aus den 70ern, Segelschuhe (sneakers) aus den 80ern oder Scrambler aus den 60ern, alles lebt irgendwie neu auf. 

Ältere unter uns erleben manche Modewellen bereits zum zweiten Mal in ihrem Leben.  Nicht immer steckt dahinter auch eine technische Weiterentwicklung. Wenn ich an die sneakers denke, dann fallen mir die 10 D-Mark Segelschuhe aus den 80ern ein, die wir damals tragen mussten. Sie waren halt günstig. Aber eigentlich mit ihren ungepolsterten Gummi-Sohlen kein Fußschmeichler. Heutige sneakers machen da keinen Unterschied, außer die Farben und die Markenlogo Aufdrucke stelle ich keine Weiterentwicklung fest.
Bildquelle: Ebay.ch Segelschuhe damals



Vor ein paar Jahren kam in der Motorradwelt die Retrowelle über uns. Ein regelrechter Hype nach schweren unverkleideten Moppeds wurde gezündet. Vielleicht war es einfach Zeit nach den ganzen Jahren mit Plastikverkleidungen. Ich denke aber, der Erfolg des Retro Styles liegt an den Älteren. Zunächst sind diese alle ein Stück bequemer und falten sich ungern in ein Sportmopped. Das hatten sie schon. Die schmerzenden Handgelenke konnten sie früher ertragen, heute droht Athrose.  

Da statistisch gesehen die Biker über 40
in der Mehrheit (bei Moppeds ab 250 ccm) sind, ist auch mehr Geld vorhanden. So bilden sie auch eine Marktmacht.

Diese "älteren" Biker erinnern sich natürlich nostalgisch verklärt an die gute alte Zeit, mit ihren guten alten Moppeds ohne Plastik. Das führt dann auch zur Nachfrage nach solchen "Retrobikes".

Angeschoben wurde der Hype auch von den vielen Umbauten, die allenthalben in der Presse und auf Messen gezeigt wurden. reduce to the max" will man sagen oder anders: Bau alles überflüssige weg, designe das Mopped so, das es old scool aussieht (wie früher eben), aber behalte die guten Fahrleistungen von heute.

Auch die Motorrad-Art Scrambler ist so ein Derivat aus dieser Welle. Man erinnert sich an den Schauspieler Steve McQueen welcher in den 60ern mit diversen Bikes (oft Triumph) durch Hollywood Streifen fuhr. Scrambler, vorläufer der Enduros, also Straßbikes mit Enduroreifen und besseren Federn, waren angesagt.

Bildquelle: selvedgeyard.com  Steve Mcqueen
Warum heute jemand grobstollig bereift auf Straßen fährt,ist nur dem origenelleren Aussehen geschuldet. Weil besser wird eine Scrambler auf Teer damit nicht. Eher im Gegenteil.

Erst Triumph, Moto Guzzi, dann Ducati, jetzt also BMW mit einer Scrambler (abgesehen von kleineren Herstellern und Bikschmieden).
Bildquelle:http://motorbikewriter.com

Wichtig festzustellen: Die BMW Scrambler kostet einiges weniger als die RnineT, welche als Vorlage herhalten musste. Wobei 13 Mille auch kein Schnäppchen darstellt. Das der luftgekühlte Boxer tatsächlich Euro 4 schafft, grenzt für mich an ein Wunder. Oder anders ausgedrückt: Entweder eine technische Meisterleistung oder ein Softwarebeschiss. Kennen wir ja schon.
Bildquelle: triumphmotorcycles.co.uk

Das Aussehen und der Nutzen

Ok, ich war noch nie ein Freund des BMW Designs. Noch jemals überzeugt vom Boxermotor. Beides war bei mir nicht oldscool sondern einfach: veraltet.

Als die RninT das erste Mal auf der Messe zu sehen war, war ich ehrlich über das Design überrascht. Es gefiel mir ziemlich gut. Für meine Größe ist das Bike etwas zu klein geraten, aber dennoch hübsch. Tja der Ü40 - Mainstream sah es genau so und kaufte das Teil in Massen.
Bildquelle Ducati.at

BMW will nun also noch mehr Biker überzeugen. Auch vom Preis. Ich glaube das wird nur zum Teil gelingen. Nämlich, alle die auf die nineT gespart haben, werden jetzt die Scrambler kaufen. Mit ihr soll man angeblich auch auf Reisen gehen können. Leute die nie ernsthaftes Interesse an der nineT hatten, werden auch die Scrambler nicht kaufen. 


Bildquelle: BMW.de / BMW Scrambler billiger als die RnineT

Was sagt die Jugend?
Die interessiert sich weitesgehend nicht für OldScool. Eine Wiederbelebung des Joghurtbecher ist bereits am laufen. Ich nenne das die Generation Duke. Die Jungs und Mädels wollen Manga Moppeds, mit Ecken und Kanten, bunt muss es sein. Und Power muß her. 

Bildquelle: Ebay.de / Motorrad - Manga


(Das brauchte ja jede Generation bisher). Da ist KTM ganz sicher mit von der Partie. Bei BMW sehe ich da im Moment nicht viel im Angebot, was in diese Richtung gelingt. Yamaha mit den günstigen MT Modellen ist da auch ganz gut dabei.

Jugend und Scrambler? Passt nicht. Lederkombis mit Markenaufnähern sind bei den Jungen hipp. Oder das andere Extrem: Chopper und Weste. Da hat dann Harley mehr zu bieten.



Spannend bleibt allemal die Frage wie es mit der Retrowelle weitergeht. im September ist ja die 101 auf dem Glemseck (Siehe oben rechts). Ein ganz typischer Ort für Oldscool und Retro-Designer und Umbauer. Wir werden sehen wie groß das Interesse an Retro noch ist. Individelle Umbauten bleiben so oder so immer ein Markt. Denn ein jeder singt das Lied "Ich hab etwas was du nicht hast...]


  

Montag, 8. August 2016

Pressekritik per Leserbrief: Recht hat er!

Recht hat er!

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift MOTORRAD,  Ausgabe 17/2016 wurde ein interessanter Leserbrief abgedruckt,  dem man nur zustimmen kann. 

In diese Kerbe sollten die jüngeren Redakteure der Fachzeitschriften schlagen!  

Gleichermaßen ist es auch erschreckend, wie wenig das Thema Frauen & Bikes in der Fachpresse zum tragen kommen. Wer aufmerksam unterwegs ist, wird feststellen, das die Frauenquote, welche selbst Mopped fährt, steigt. 

Sind also in den Redaktionen zu viele alte Säcke und vornehmlich Männer? Das wäre die Begründung für fehlende Themen. In der oben erwähnten Ausgabe der "Motorrad", welche als extra dicke Sommerausgabe zelebriert wird, findet man dann auch Berichte, wie der Chefredakteur mit einem 125er Roller über die Alpen fährt und elendlange Seiten über drei "Verrückte alte Säcke" welche mit alten Moppeds aus dem ehemaligen Ostblock eine Reise zu machen um festzustellen wie lange diese Möhren halten oder auch nicht....(gääähhnn). 

So sollten alle Redaktionen mit sich selbst in medias res gehen und darüber nachdenken wieviel Wald vor lauter Bäumen sie überhaupt noch sehen.

Sonst wird die Prophezeiung von Sebastian Faaß noch zur Realität.  Das wäre eine schreckliche Entwicklung.

Mittwoch, 3. August 2016

Pressekritik: Wheelie vor der Polizeiwache

Wheelie vor der Polizeiwache 

Heute war ich einmal wieder auf der immer noch überfrachteten Onlineseite der >>Motorrad<<

Oben stieß ich auf einen der vier "Laufartikel", also Artikel welche in einem kleinen Fenster abwechselnd den Leser locken sollen. Ich ließ mich verlocken von der zweiten Schlagzeile Zitat "Aus der glorreichen Idee, für den Vergleichstest zwischen den beiden Naked-Bikes Suzuki SV 650 und Yamaha MT-07 gemeinsam vor dem Polizeirevier zu wheelen, wurde nichts. Die Race-Control zückte schon beim Ein­rollen Papier und Bleistift."

Bildquelle:picticar.com
Für was sollten die Wheelies gut sein? Ach ja, für tolle Bilder der testenden "Helden" im Artikel. Man muß schon Fragen: Geht`s noch?

hier der Link zum Artikel: Bericht auf Motorradonline.de


Bin ich nun zu alt für so einen "Spaß" ?
Nö, entscheide ich. Ganz gewiß nicht. Nein wir sind auch keine Heiligen. Aber weswegen die Rennleitung noch mehr auf uns aufmerksam machen? Reichen den Testern bzw. dem Autor (Volkmar Jacob) die bisherigen Kontrollen nicht? 
Nein, mit Ruhm für solch einen Artikel bekleckert sich damit bei >>Motorrad<< niemand. 


Ihr provoziert damit die Rennleitung (forget "Race-Control"). Wieviele von der Rennleitung fahren Motorrad? Die anderen werden wieder uns Otto Normalbiker mehr den je auf dem Schirm haben. Na danke auch.



Tipp: Wenn ihr solche Bilder wollt, dann fahrt mal in Stuttgart Bad Cannstatt ins Römerkastell. Im hinteren Teil werden regelmäßig SOKO Stuttgart Folgen gedreht. Da findet ihr Polizeiautos, Wachenschilder und einen Parkplatz zum absperren. (und gebt das im Artikel auch zu)

Das kostet natürlich. Ach ja, die Redakteure haben nur ein begrenztes Budget. Stimmt. Dann lasst es einfach oder baut die Szene mit Playmobil auf.


Damit versaut es auch den guten weiteren Artikel. Schade darum.


PS: Wollte einen Kommentar auf der motorradonline hinterlassen. Geht nicht. Funktion funkt nicht. Kein wunder kommentiert keiner.


Donnerstag, 28. Juli 2016

Pressekritik: Biker-Gruß...alles Kappes?

Biker-Gruß...alles Kappes?

Nobert Kappes, ein in die Jahre gekommener Journalist, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Motorrad News" regelmäßig Kolumnen namens "Gestern". 
Bildquelle: Moppedblog Stuttgart 

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift (08/2016) erschien seine Kolumne unter der Überschrift "Salute!". Hierin äußert sich N.Kappes zum "Motorrad-Gruß" ziemlich negativ. Zunächst mutmaßt N.Kappes, das er sich mit seinem Artikel wohl nicht viele Freunde machen wird, dann sinniert er darüber wie es früher (gestern) überhaupt zum Motorrad-Gruß kam. In der Folge stellt er fest, das früher alles besser war, die Motorradfahrer sich gegenseitig halfen als es noch keine Handys gab. Und überhaupt, was er den als Motorradfahrer mit all den grüßenden Typen gemeinsam habe. Er empört sich über den Gruß per Bein wenn er von anderen Motorradfahrern überholt wird und findet am Ende, daß doch alles ziemlich kompliziert geworden ist. 

Nun ja. Zunächst muss man feststellen, das es keinen "Motorradgruß" gibt. Wenn schon Motorradfahrer-Gruß. Etabliert hat sich heutzutage Biker-Gruß. Ja, Nobert Kappes, wie sind auch keine Motorradfahrer mehr, sondern Biker. Und die Frage zu beantworten was man mit den anderen zu tun hat, ist ziemlich easy (@NK: einfach): Wie alle fahren Motorrad.
Bildquelle:moppedblog Stgt
Wir teilen ein Hobby oder auch Leidenschaft. Die abhängig ist vom Wetter, weniger Schutzraum bietet und doch trotz aller verkehrsdichte Freiheitsgefühle zulässt. Und Gleichgesinnte zu treffen und zu Grüßen bleibt ein Zeichen der gefühlten Gemeinschaft. Und damit holen wir Älteren doch die Jüngeren auch ab. Schau her, du wirst ernst genommen mit deinen zwanzig Lenzen. Du gehörst zu uns. Das drückt der Gruß auch aus.


Die Behauptung immer weniger Biker grüßen sich, ist falsch. Richtig ist vielmehr, dass an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten die Menge der Motorradfahrer die einem entgegenkommen so hoch ist, das dann tatsächlich nicht gegrüßt wird. Sicher gibt es etliche welche nur müde grüßen, in dem sie zwei Finger der schwarz "behandschuhten" Hand zum Gruß wegstrecken, so daß man es kaum sehen kann. Bestimmt sind darunter welche, die es entweder nicht können oder auch des Grüßens müde sind. 
Bildquelle: gsx-s1000.de

Der Wandel der Zeit. führt zu wenig liegengebliebenen Moppeds dank zuverlässigeren Technik. Und ja, man kann die gelben Engel zu jeder Zeit anrufen um sich helfen zu lassen. Anders gehts meist sowieso nicht, denn wer kann heute noch an einem neuen Bike technisch helfen? Dennoch. Wenn ein Biker Hilfe braucht, wird auch immer wieder von anderen Bikern geholfen. 

Der "Bein-Gruß" beim überholen eines anderen Motorradfahrers, ist von den Franzosen zu uns rüber geschwappt.  Nobert Kappes schreibt (Zitat)>> So richtig auf die Palme bringt mich jedes Mal, wenn jemand einen anderen Motorradfahrer überholt und statt die Hand zu heben den Fuß von der Rast nimmt und diesen lässig zur Seite streckt<<
Bildq:.motor talk.de

Das ist "kappes". Soll er stattdessen den Gasgriff loslassen und mit der rechten Hand grüßen? Weil die linke Hand wohl kaum vom Langsameren auf der rechten Seite gesehen werden kann. 

Man kann am Ende den offensichtlich ergrauten Nobert Kappes nur die Überschrift seiner Kolumne zu rufen: Salute! Das bedeutet nämlich: Gesundheit und gute Besserung. 

Bildquelle: victory-forum.de


 

Dienstag, 26. Juli 2016

Soundcheck Zubehör Auspuffe

Artikel in der aktuellen Ausgabe "Motorrad" über Zubehör Auspuffe

Bildquelle: motorradonline.de
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift erschien ein Artikel, welcher von verschiedenen Auspuffen aus dem Zubehörhandel handeln. Die Auspuffe wurden auf Leistung, Passform (i.d.R. sogenannte "Slip-on" Systeme), Sound und Lautstärke umfangreich getestet.

Den Sound der einzelenen Anlagen kann man sich sogar auf motorradonline.de [Link zu Klangproben] anhören.

Interessant im Artikel sind einige Hinweise darauf, wie laut doch einige Anlagen sind. Man stellt die Frage ob dies noch zeitgemäß ist. Und der Autor des Artikels geht noch weiter. Ob in Zukunft für solche Tests nicht auch noch die Lärmbelastung bewertet werden sollte.

Unabhängig vom guten Artikel und den Tests von denen berichtet werden, ist es wohl an der Zeit, sich tatsächlich mit dem Thema Lärm zu beschäftigen. Wer am Ortsausgang einer beliebten Motorradroute wohnt, weiß wie Sonntags bei schönem Wetter Motorräder klingen. Das Thema ist nun nicht neu, aber durch die zunehmenden Zulassungszahlen der Moppeds, nimmt der Lärm auch stetig zu. Ergo sind die Gedanken des Redakteurs zu begrüssen. Weil ohne Gegenmaßnahmen wird es früher oder später zu weiteren Streckensperrungen kommen. Wer will das von uns schon?

Ergänzend zum Artikel in "Motorrad" ist auch zu erwähnen, das es insbesondere bei Zubehör Anlagen trotz ABE dazu kommen kann, ein Ticket durch die Rennleitung wegen zu lauter Anlagen zu erhalten. So ein Ticket zieht fast immer Punkte in Flensburg nach sich. (Erlischen der Betriebserlaubnis). 

Wie kommt`s?
Es ist dem Gesetzgeber und damit der Rennleitung ziemlich egal, ob ein Auspuff original oder ein Zubehörteil mit ABE ist - wenn dieser offenbar zu laut ist. Noch kann die Rennleitung dies mit einer eigenen Lautstärkemessung als Verdacht vorbringen. Bei positivem Ergebnis wird man zum TÜV geschickt, welcher dann den Beweis erbringt bzw.  der Biker vier Wochen Zeit hat, einen zu lauten Auspuff zu ersetzen und vom TÜV den betriebsgemäßen Zustand nachweisen zu lassen. Wie gesagt, es ist egal ob der Auspuff Original oder Zubehör mit ABE ist. Illegale Anlagen ziehen eine sofortige Stillegung des Krads nach sich. D.h. an der Stelle wo man kontrolliert wird. Nicht so toll...

Bildquelle: http://www.maxrev.de

Im Artikel heißt es weiterhin, das die Ermittlung der Lautstärke zukünftig mit einem anderen System vorgenommen wird. Vermutlich wird die Rennleitung dann keine eigenen Messungen mehr vornehmen, sondern einfach bei Kontrolle behaupten, ein Mopped ist zu laut. Auch nicht so toll...

Vermutlich sind die Original Systeme des Herstellers oder diejenigen Zubehörtöpfe mit aufwendigigem Innenaufbau, diejenigen welche wohl am wenigsten mit der Zeit lauter werden. Im Gegensatz zu Töpfen welche mit Stahlwolle o.ä. ausgestattet sind. Die werden mit der Zeit auf jeden Fall lauter weil sie mit der Zeit ausbrennen.

In diesem Zusammenhang wäre es auch noch interessant zu wissen, ob der TÜV mit Recht oder eher mit Arroganz einen mit Stahlwolle nachträglich leiser gemachten Auspuff überhaupt disqualifizieren kann...?

Fazit: Ein nicht zu schwerer und optisch passender Zubehörtopf, wecher guten, nicht zu lauten Sound bietet,  ist eine gute Wahl. Das diese wie der Original Auspuff auch mit der Zeit lauter werden, ist nicht auszuschließen. 
 
 

Montag, 18. Juli 2016

So geht Bremstraining

Heute waren wir bei der Verkehrswacht Reutlingen-Münsingen beim Sicherheitstraining. [Link zu den Trainings]

Wir haben diesesmal ein Spezialtraining rund ums Bremsen absolviert.  Kann nur sagen sehr empfehlenswert.  Auch gestandene Moppedfahrer lernen dazu.  Ob mit oder ohne ABS,  ob altes oder neues Mopped,  ob Chopper oder Enduro.  Seht selbst.



Bremsen aus 30 / 60 /100 km/h




Bremsen in Schräglage (verschiedene Geschwindigkeiten / Radien)



Schräglagenbremsung mit Stopp-Punkt





Link zur Verkehrswacht Reutlingen-Münsingen, die unter anderem mit speziellem Bremstraining aufwarten können.

http://www.vkw-reutlingen-muensingen.de/



Donnerstag, 14. Juli 2016

LATERNE, LATERNE,

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht!(altes deutsches Kinderlied)


Vorletzte Woche gab es im Raum Stuttgart einmal mehr einer sogenannte allgemeinen Verkehrskontrolle durch die Rennleitung. Sie zogen alle Kradler und Rollerfahrer raus. (Man fragt sich schon warum Autofahrer nicht zur Allgemeinheit gehören, wenn es eine allgemeine Verkehrskontrolle sein soll).

Besser passen würde vielleicht auch: Gemeine Verkehrskontrolle. In der Tat, gibt es bei der Rennleitung schon ein paar ganz spezielle Gesellen, welche entweder veraltetes Wissen über Moppeds anwenden möchten oder manche Verordnung über den eignen gesunden Menschenverstand stellen. Natürlich nur sofern vorhanden.

An besagtem Tag war B. aus W. (Buchstaben von der Redaktion ausgetauscht) auf der Landstraße unterwegs. Es war ein Freitag Nachmittag, auf Stuttgarts Straßen sind mal wieder richtig viele Verkehrsteilnehmer unterwegs und das bei 35 Grad Sonnenschein. 
Bildquelle: Auto-Bloggerin.de
 B. war unterwegs nach Hause, er wollte anschließend ein schönes Wochenende mit seiner LAG H. auswärts verbringen. Nicht mehr weit bis nach Hause. Nun, da zog ihn die Rennleitung zur Kontrolle heraus. Begründung: Er habe seine Zusatzscheinwerfer angeschalten. Aha.

Nach dem Grund gefragt, antwortete B. aus W. wahrheitsgemäß: "Damit ich besser gesehen werde". Die Rennleitung konnte ggfls die Begründung nachvollziehen, zog es aber vor das ganze Mopped abzuchecken. Danach begaben sie sich in Ihren Polizeibus um die Papiere zu checken. Der Bus stand auf dem Parkplatz mit laufendem Motor. Klar, Klimaanlage an, während nicht nur B. aus W. sonderen auch weitere Biker sich bei 35 Grad in voller Montour draußen einen abschwitzten.  Sehr zuvorkommend die Rücksichtnahme der Rennleitung. Nach sage und schreibe 20 Minuten kam die RL zum Ergbnis, das die Zuschatzscheinwerfer ja Nabelscheinwerfer sind und es zu diesem Zeitpunkt kein Nebel mit Sichtweiten unter 50 Meter vorherrschte. Über die geistige Sichtweise der Rennleitung lässt sich nur oraklen. Der enstandene Eindruck lässt aber den Schluss zu, das es erheblich weniger als 50 Meter geistige Sichtweite waren.

Zeitstrafe sprach die Rennleitung nicht aus, dafür eine Geldstrafe in Höhe von zwanzig Ocken. Dem Hinweis, das Motorradfahrer kaum noch als solche wahrgenommen werden, da Autofahrer immer häufiger mit grellem Tagfahrlicht fahren, konnte die Rennleitung nicht nachvollziehen. Dabei können bereits Kindergartenkinder Motorräder mit eingeschalteten Zusatzleuchten von Autos mit Tagfahrlicht unterscheiden. Vielleicht haben die Kinder auch nur bessere Augen.
Bildquelle: MV-Motorrad.de

Die meisten Moppedfahrer welche Zusatzscheinerfer serienmäßig oder auch nachträglich verbaut haben, schalten diese zusätzlich zum Abblendlicht ein. Einfach um besser gesehen zu werden. Das sie damit außer bei Nebel und Sichtweiten unter 50 Meter illegal unterwegs sind, müssen sie in kauf nehmen. 

In diesem traurigen Fall musste B. aus W. zähnknirschend das Ticket von 20 Ocken akzeptieren. Es kommt halt immer darauf an, welche Typen gerade bei der Rennleitung den Dienst verrichten.  Es gibt nämlich aufgrund der eingeschalteten Nebelschweinerfer keinen negative Einflußnahme auf den öffentlichen Straßenverkehr. Nebelscheinwerfer blenden eben nicht. 

Einzig zu beachten sind beim nachträglichen Einbau, einige Abstandsparameter.


Bildquelle: on2r.eu






Was also tun? Mittlerweile gibt es sogar solche Schweinwerfer, welche als Positionsleuchten zugelassen sind. Ob dies dann bei der Rennleitung hilft, ist auch eine interessante Frage...

Resumee: Es ist allemal besser zwanzig Ocken abzugeben als von einem Autofahrer nicht als Kradler erkannt und umgemäht zu werden.


Bildquelle: Moppedblog Stuttgart

Beamer: Ablendlicht, Nebelscheinwerfer und Standlichtern in LED Ausführung.