Mittwoch, 14. September 2016

Ist eine Schraube locker?

Schrauben. Obwohl wir das Gefühl haben, das immer weniger Biker selbst Hand am Motorrad anlegen, auf schwäbisch "selbst am Mopped schrauben", hier doch mal etwas über Schrauben und Muttern. Diese machen auch bei modernen Motorrädern den größten Teil aller Teile aus. Sprich, die halten zusammen was zusammen gehört. Und manchmal verabschieden sich auch welche ins "Nirwana".

Nun, die meist vertretene Art der Schrauben sind entweder Inbus (Innensechskant) oder ganz aktuell, Stern bzw. Torxschrauben. Beide Arten haben haben den Werkzeugansatz innen im Schraubenkopf liegen.
Innen Sternschraube

Inbus (Innensechskant) schraube
Im Gegensatz zu Maschinen- bzw. Schloßschrauben greift das Werkzeug innen und nicht außen am Schraubenkopf. Das ist erstens sicherer, weil man nicht wie mit einem Gabelschlüssel abrutschen kann, dabei vielleicht auch den Schraubenkopf vermurksen kann und zweitens sind die Schrauben platzsparender weil die Schraubenköpfe nicht so groß sind. Das ist natürlich gerade beim Motorrad wichtig, auf kleinstem Raum sind eben kleinere Schrauben nötig.

Aus welchem Material sind die Schrauben gefertigt?

In der Regel sind Schrauben und Muttern aus Stahl gefertigt. Neuerdings, z.B. bei KTM, werden Schrauben aus Aluminium verbaut.

Schrauben werden mit verschiedenen Größen und Längen eingesetzt. Es kommt darauf an was sie zusammenhalten sollen. Zudem werden sie mit verschiedenen Anzugsstärken verschraubt. Auch das ist abhängig von dem, was sie halten sollen. Die Hersteller geben die Anzugsstärke der Schrauben in NM (Newtonmeter) an. Dafür gibt es spezielle Drehmomentschlüssel, auf diesen lässt sich die benötigte Anzugskraft einstellen. Schrauben halten im Übrigen die meiste Kraft auf den ersten drei Gewindegängen. Die weiteren Gänge halten linear abwärts entsprechend weniger Kraft.

"Nach fest kommt ab"
Ein altes Schraubersprichwort. Dies besagt, das eine Schraube abreißt, wenn man sie zu fest anzieht.
Daher ist der oben erwähnte Drehmomentschlüssel ein wertvolles Werkzeug um dies zu verhindern.

Gibt es weichere und festere Schrauben?

Yo, die gibt es sehr wohl. Sehr viele Leute sitzen dem Irrtum auf, das Edelstahlschrauben die besten Schrauben sind, welche am Mopped verschraubt werden können.  Den Zahn muss ich leider ziehen. Sicher Edelstahl ist einer der härtesten Werkstoffe den wir kennen. Zumal noch rostfrei. Doch eben in der extremen Härte liegt auch das Problem. Sie sind auch spröde. D.h. Edelstahl hat kaum noch Flexibilität. Die ist aber notwendig, nicht nur beim anziehen, sondern auch beim halten. Schrauben sind auch Kräften ausgesetzt. Sei es heiß, kalt oder Fliehkräften (ich danke da an die Schrauben welche die Bremsscheiben halten). Wenn also die Schrauben zu spröde sind, reißen sie ab. Also Härte ist das eine, Flexibilität das andere Thema.

Stahlschrauben haben deshalb Güteangaben

Wer sich Schrauben einmal genauer ansieht, wird bemerken, dass auf den Schraubenköpfen kleine Zahlenangaben zu sehen sind. Z.B. 8.8
Gütebezeichnung auf Schrauben
Diese Angaben zeigen die Güte der Schraube an. Sprich, wie fest und flexibel sie sind. 8.8 Schrauben sind Standardstahlschrauben, welche den meisten Anforderungen am Mopped genügen. Damit macht man nichts falsch. Im Übrigen rosten diese nur schwer, weil sie nämlich Oberflächenbehandelt sind. (Zumindest aus deutscher Produktion)

Die Güte oder auch Festigkeitsklassen in für diese Schrauben sind: 3.6 / 4.6 / 4.8 / 5.6 / 6.6 / 6.9 / 8.8 / 10.9 / 12.9 / 14.9

14.9 ist dann die härteste Mischung. Aber eben auch das sprödeste. Am Mopped ist man mit 8.8 oder 10.9 Schrauben gut beraten. Die 8.8 Schrauben gibt es in jedem Baumarkt. Auch das Internet bietet eine große Auswahl, speziell wenn bestimmte Schrauben gesucht werden.

Was ist mit der Festigkeit von Aluminiumschrauben?

Das lässt sich nicht so einfach beantworten wie es bei Stahlschrauben der Fall ist. Aluschrauben werden im Fahrzeugbau zum großen Teil spezifisch hergestellt. D.h. das die Schrauben nach den Herstellervorgaben, also in den Punkten Länge, Einbautiefe, Kopfform, Flexibilität, Hitzebestädnigkeit, Reißfestigkeit etc, produziert werden.

Schrauber sollten also nicht einfach hergehen und am Mopped montierte Stahlschrauben gegen Aluschrauben austauschen. (Anders herum ist es dann meit kein Problem).

Kontaktkorrosion

Noch ein weiteres Problem kann bei der Verwendung von Stahl und Alu enstehen. Die sogenannte Kontaktkorrosion. Wenn z.b. eine Stahlschraube in einem Alu-Gewinde steckt kann das dazuführen, das sich die Stahlschraube nicht mehr drehen lässt. also "festgebacken" ist. Durch die unterschiedlichen Materialien ensteht relativ schnell eine (ungewollte) Korrosion, also feste Verbindung, da hilft manchmal nur noch ausbohren.

Gängige Schraubengrößen
Schrauben gibt es in verschiedenen Längen und Gewindedurchmessern. Die gängsten Durchmesser am Mopped sind M5, M6 und M8 Schrauben. Die Längen sind sehr unterschiedlich. Meist liegen diese zwischen 20 und 60mm.

Muttern
Nicht alle Schrauben werden in Gewinde am Mopped eingeschraubt. Manchmal bedarf es auch Muttern. Z.B. wenn ein Gepäckträger angeschraubt werden soll. Bei Muttern gibt es die gleichen Güteklassen wie bei den Schrauben.
Polystoppmutter 
Empfehlenswert sind selbstsichernde Muttern. Auch Polystoppmuttern genannt. Bei dieser Art sind Kunststoffringe im letzten Gewindegang der Mutter eingelassen. Dieser verhindert effektiv das sich Muttern selbstständig lösen können.

 


Bildquellen in diesem Beitrag: moppedblog stuttgart

Samstag, 3. September 2016

Spezial: Glemseck 101 2016

Spezial: Glemseck 101 2016

Für das große Spezial haben wir eine extra Seite gebaut.

Klickt hier: Glemseck 101 2016 Spezial

Weitere Fotostrecken findet ihr dann ab nächster Woche auf glemseck101.de



 Event: 101 auf dem Glemseck

Freitag, 2. September 2016

TV: Hauptsache laut. Panorama berichtet

Am 31.08.16 strahlte das Erste in der Sendung "Panorama" einen Bericht über laute Motorräder aus.

Unter Panorama verstehe ich einen Rundblick und Überblick über die Gegend und Landschaft. Im übertragenen Sinn sollte also ein Bericht einen neutralen Blick zu einer Sache bieten und liefern. Das war in der Sendung ganz anders. Ziemlich einseitig wurde auf die Biker drauf gehauen. Wir haben dann eine Mail an die Redaktion gesendet. Antwort kam bisher noch keine.

Hier der Link zum Bericht (steht nur eine gewisse Zeitlang beim NDR online)

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2016/Hauptsache-es-droehnt-laute-Motorraeder-genervte-Anwohner,motorradlaerm126.html

Montag, 29. August 2016

Presse: Reinigungsmittel

Presse: Reinigungsmittel

Test Reinigungsmittel
Ausgabe (18/2016) >Motorrad<

Die Redaktion von Motorrad nahm, nach vielen Jahren,  einmal wieder die speziellen Motorradreiniger in den Test. Und fand dabei heraus, was in diversen Foren auch schon festgestellt wurde: Der in seiner Formel geänderte Reiniger S100 von Dr. Wack ist nicht mehr so toll wie früher. "Entäuschend" kommentiert der Redakteur. 
Bildquelle: Motorradonline.de

In der Tat, da nutzen wir S100 bald 30 Jahre, zahlten aus Überzeugung stets den höheren Preis (in Relation zu Konkurenzprodukten) und nun das. Ob das nun erhöhten Umweltauflagen geschuldet ist oder andere Gründe dafür vorliegen. Das ist im Grunde egal. Wir möchten den Reiniger einsprühen, wirken lassen und dann abdampfen. Danach muss es sauber sein und Flächen wie Kunststoff oder Metall dürfen nicht angegriffen werden. So wie es bisher mit dem alten S100 funktioniert hat. Man will Dr. Wack zurufen: Never change a running system...

Dienstag, 23. August 2016

Das LAUTEr TAL

Das Lautertal (das laute Tal)

Das Lautertal liegt auf der schwäbischen Alb. Vor ein paar Tagen berichtete das SWR Fernsehen über die sonntägliche Lärmbelästigung durch Motorräder. Wort wörtlich sprach die Moderatorin von den Bikern mit den "Höllenmaschinen". 

LINK: Die Höllenmaschinen im Lautertal - SWR TV 

Schon die Anmoderation erzeugt Stimmung. Fehlte nur noch das Wort "Rocker".  Im Bericht selbst wurde es dann relativiert. Zumindest bekamen nicht nur Anwohner, sondern auch Biker die Möglichkeit Ihre Meinung zum Lärm zu äußern.
Bildquelle: Tourenfahrer.de U.a.: Entlang der großen Lauter

Ja, die Moppeds haben generell zugenommen. Und Nein! Streckensperrungen helfen nur bedingt; denn fahren sie nicht im Lautertal, dann eben woanders.

Ja, guter Sound gehört auch zum Mopped. Und Nein! man muss nicht laut bollernd durch einen Ort fahren und schon gar nicht 50 Meter vor dem Ortsschild beschleunigen.

>>Es wird schon mit großen Schildern gewarnt: Gas weg, sonst Sperrung!<<




Als Ergbnisse solcher Aktionen gibt nicht nur mehr Kontrollen und Sperrungen, nein mittlerweile formiert sich eine größere Mehrheit gegen Motorradlärm und damit gegen das Motorrad fahren an sich. 

Z.B. Im Internet: motorradlaerm.de 

Dort werden sogenannte "Hotspots" des Lärm aufgeführt. Nur alleine BW):

Baden-Württemberg
70437 Stuttgart:
71083 Herrenberg:
71111 Waldenbuch:
71384 Weinstadt (Rems-Murr-Kreis):
71394 Kernen (Rems-Murr-Kreis):
71560 Sulzbach (an der Murr):
71566 Althütte (Rems-Murr-Kreis):
71577 Großerlach (Rems-Murr-Kreis):
71737 Kirchberg (Rems-Murr-Kreis):
72074 Tübingen:
72587 Römerstein-Donnstetten:
73252 Lenningen Hochwang:
73734 Esslingen:
73447 Oberkochen:
74245 Löwenstein:

74336 Brackenheim-Hausen:
74343 Sachsenheim Häfnerhaslach:

74405 Gaildorf:
76596 Forbach:
76597 Loffenau:
77656 Offenburg:
77694 Kehl:
78247 Randen:
78267 Aach:
78333 Stockach:
79410 Badenweiler:
79837 St. Blasien:
79674 Präg:
79674 Todtnau:
79713 Bad Säckingen:


Diese Orte dürften vielen Bikern bekannt vorkommen. Wäre übel wenn dort bzw. in deren Gegend Mopped fahren verboten wäre...

Wie also dem entgegen steuern? Es ist grundsätzlich traurig, das über solche Themen nicht auch in der einschlägigen Fachpresse regelmäßig berichtet wird. Was nützt den der xte Test eines hypermodernen Motorrades, wenn man nur noch auf der Autobahn damit fahren darf? 

Vielleicht sollte man die "lauten" Biker direkt ansprechen..? Aber wer Sonntags auf dem Glemseck auf der Leitplanke sitzt, der bewundert doch auch gerade die fetten Harley Jungs mit ihrem Grummelsound, nicht? Wer würde denn zu so einem hinlaufen und was sagen? 

Hm, nicht einfach. 
Zumindest auf eins können wir achten: Einfach gemächlich durch einen Ort tuckern und das Gas erst weit nach dem Ortsschild aufmachen...Oder???

Dienstag, 16. August 2016

Trend: Scrambler. Jetzt legt BMW nach

Trend: Scrambler. Jetzt legt BMW nach.

Mode ist schon ein schwer zu erklärendes Phänomen. Ob Schlaghosen aus den 70ern, Segelschuhe (sneakers) aus den 80ern oder Scrambler aus den 60ern, alles lebt irgendwie neu auf. 

Ältere unter uns erleben manche Modewellen bereits zum zweiten Mal in ihrem Leben.  Nicht immer steckt dahinter auch eine technische Weiterentwicklung. Wenn ich an die sneakers denke, dann fallen mir die 10 D-Mark Segelschuhe aus den 80ern ein, die wir damals tragen mussten. Sie waren halt günstig. Aber eigentlich mit ihren ungepolsterten Gummi-Sohlen kein Fußschmeichler. Heutige sneakers machen da keinen Unterschied, außer die Farben und die Markenlogo Aufdrucke stelle ich keine Weiterentwicklung fest.
Bildquelle: Ebay.ch Segelschuhe damals



Vor ein paar Jahren kam in der Motorradwelt die Retrowelle über uns. Ein regelrechter Hype nach schweren unverkleideten Moppeds wurde gezündet. Vielleicht war es einfach Zeit nach den ganzen Jahren mit Plastikverkleidungen. Ich denke aber, der Erfolg des Retro Styles liegt an den Älteren. Zunächst sind diese alle ein Stück bequemer und falten sich ungern in ein Sportmopped. Das hatten sie schon. Die schmerzenden Handgelenke konnten sie früher ertragen, heute droht Athrose.  

Da statistisch gesehen die Biker über 40
in der Mehrheit (bei Moppeds ab 250 ccm) sind, ist auch mehr Geld vorhanden. So bilden sie auch eine Marktmacht.

Diese "älteren" Biker erinnern sich natürlich nostalgisch verklärt an die gute alte Zeit, mit ihren guten alten Moppeds ohne Plastik. Das führt dann auch zur Nachfrage nach solchen "Retrobikes".

Angeschoben wurde der Hype auch von den vielen Umbauten, die allenthalben in der Presse und auf Messen gezeigt wurden. reduce to the max" will man sagen oder anders: Bau alles überflüssige weg, designe das Mopped so, das es old scool aussieht (wie früher eben), aber behalte die guten Fahrleistungen von heute.

Auch die Motorrad-Art Scrambler ist so ein Derivat aus dieser Welle. Man erinnert sich an den Schauspieler Steve McQueen welcher in den 60ern mit diversen Bikes (oft Triumph) durch Hollywood Streifen fuhr. Scrambler, vorläufer der Enduros, also Straßbikes mit Enduroreifen und besseren Federn, waren angesagt.

Bildquelle: selvedgeyard.com  Steve Mcqueen
Warum heute jemand grobstollig bereift auf Straßen fährt,ist nur dem origenelleren Aussehen geschuldet. Weil besser wird eine Scrambler auf Teer damit nicht. Eher im Gegenteil.

Erst Triumph, Moto Guzzi, dann Ducati, jetzt also BMW mit einer Scrambler (abgesehen von kleineren Herstellern und Bikschmieden).
Bildquelle:http://motorbikewriter.com

Wichtig festzustellen: Die BMW Scrambler kostet einiges weniger als die RnineT, welche als Vorlage herhalten musste. Wobei 13 Mille auch kein Schnäppchen darstellt. Das der luftgekühlte Boxer tatsächlich Euro 4 schafft, grenzt für mich an ein Wunder. Oder anders ausgedrückt: Entweder eine technische Meisterleistung oder ein Softwarebeschiss. Kennen wir ja schon.
Bildquelle: triumphmotorcycles.co.uk

Das Aussehen und der Nutzen

Ok, ich war noch nie ein Freund des BMW Designs. Noch jemals überzeugt vom Boxermotor. Beides war bei mir nicht oldscool sondern einfach: veraltet.

Als die RninT das erste Mal auf der Messe zu sehen war, war ich ehrlich über das Design überrascht. Es gefiel mir ziemlich gut. Für meine Größe ist das Bike etwas zu klein geraten, aber dennoch hübsch. Tja der Ü40 - Mainstream sah es genau so und kaufte das Teil in Massen.
Bildquelle Ducati.at

BMW will nun also noch mehr Biker überzeugen. Auch vom Preis. Ich glaube das wird nur zum Teil gelingen. Nämlich, alle die auf die nineT gespart haben, werden jetzt die Scrambler kaufen. Mit ihr soll man angeblich auch auf Reisen gehen können. Leute die nie ernsthaftes Interesse an der nineT hatten, werden auch die Scrambler nicht kaufen. 


Bildquelle: BMW.de / BMW Scrambler billiger als die RnineT

Was sagt die Jugend?
Die interessiert sich weitesgehend nicht für OldScool. Eine Wiederbelebung des Joghurtbecher ist bereits am laufen. Ich nenne das die Generation Duke. Die Jungs und Mädels wollen Manga Moppeds, mit Ecken und Kanten, bunt muss es sein. Und Power muß her. 

Bildquelle: Ebay.de / Motorrad - Manga


(Das brauchte ja jede Generation bisher). Da ist KTM ganz sicher mit von der Partie. Bei BMW sehe ich da im Moment nicht viel im Angebot, was in diese Richtung gelingt. Yamaha mit den günstigen MT Modellen ist da auch ganz gut dabei.

Jugend und Scrambler? Passt nicht. Lederkombis mit Markenaufnähern sind bei den Jungen hipp. Oder das andere Extrem: Chopper und Weste. Da hat dann Harley mehr zu bieten.



Spannend bleibt allemal die Frage wie es mit der Retrowelle weitergeht. im September ist ja die 101 auf dem Glemseck (Siehe oben rechts). Ein ganz typischer Ort für Oldscool und Retro-Designer und Umbauer. Wir werden sehen wie groß das Interesse an Retro noch ist. Individelle Umbauten bleiben so oder so immer ein Markt. Denn ein jeder singt das Lied "Ich hab etwas was du nicht hast...]


  

Montag, 8. August 2016

Pressekritik per Leserbrief: Recht hat er!

Recht hat er!

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift MOTORRAD,  Ausgabe 17/2016 wurde ein interessanter Leserbrief abgedruckt,  dem man nur zustimmen kann. 

In diese Kerbe sollten die jüngeren Redakteure der Fachzeitschriften schlagen!  

Gleichermaßen ist es auch erschreckend, wie wenig das Thema Frauen & Bikes in der Fachpresse zum tragen kommen. Wer aufmerksam unterwegs ist, wird feststellen, das die Frauenquote, welche selbst Mopped fährt, steigt. 

Sind also in den Redaktionen zu viele alte Säcke und vornehmlich Männer? Das wäre die Begründung für fehlende Themen. In der oben erwähnten Ausgabe der "Motorrad", welche als extra dicke Sommerausgabe zelebriert wird, findet man dann auch Berichte, wie der Chefredakteur mit einem 125er Roller über die Alpen fährt und elendlange Seiten über drei "Verrückte alte Säcke" welche mit alten Moppeds aus dem ehemaligen Ostblock eine Reise zu machen um festzustellen wie lange diese Möhren halten oder auch nicht....(gääähhnn). 

So sollten alle Redaktionen mit sich selbst in medias res gehen und darüber nachdenken wieviel Wald vor lauter Bäumen sie überhaupt noch sehen.

Sonst wird die Prophezeiung von Sebastian Faaß noch zur Realität.  Das wäre eine schreckliche Entwicklung.

Mittwoch, 3. August 2016

Pressekritik: Wheelie vor der Polizeiwache

Wheelie vor der Polizeiwache 

Heute war ich einmal wieder auf der immer noch überfrachteten Onlineseite der >>Motorrad<<

Oben stieß ich auf einen der vier "Laufartikel", also Artikel welche in einem kleinen Fenster abwechselnd den Leser locken sollen. Ich ließ mich verlocken von der zweiten Schlagzeile Zitat "Aus der glorreichen Idee, für den Vergleichstest zwischen den beiden Naked-Bikes Suzuki SV 650 und Yamaha MT-07 gemeinsam vor dem Polizeirevier zu wheelen, wurde nichts. Die Race-Control zückte schon beim Ein­rollen Papier und Bleistift."

Bildquelle:picticar.com
Für was sollten die Wheelies gut sein? Ach ja, für tolle Bilder der testenden "Helden" im Artikel. Man muß schon Fragen: Geht`s noch?

hier der Link zum Artikel: Bericht auf Motorradonline.de


Bin ich nun zu alt für so einen "Spaß" ?
Nö, entscheide ich. Ganz gewiß nicht. Nein wir sind auch keine Heiligen. Aber weswegen die Rennleitung noch mehr auf uns aufmerksam machen? Reichen den Testern bzw. dem Autor (Volkmar Jacob) die bisherigen Kontrollen nicht? 
Nein, mit Ruhm für solch einen Artikel bekleckert sich damit bei >>Motorrad<< niemand. 


Ihr provoziert damit die Rennleitung (forget "Race-Control"). Wieviele von der Rennleitung fahren Motorrad? Die anderen werden wieder uns Otto Normalbiker mehr den je auf dem Schirm haben. Na danke auch.



Tipp: Wenn ihr solche Bilder wollt, dann fahrt mal in Stuttgart Bad Cannstatt ins Römerkastell. Im hinteren Teil werden regelmäßig SOKO Stuttgart Folgen gedreht. Da findet ihr Polizeiautos, Wachenschilder und einen Parkplatz zum absperren. (und gebt das im Artikel auch zu)

Das kostet natürlich. Ach ja, die Redakteure haben nur ein begrenztes Budget. Stimmt. Dann lasst es einfach oder baut die Szene mit Playmobil auf.


Damit versaut es auch den guten weiteren Artikel. Schade darum.


PS: Wollte einen Kommentar auf der motorradonline hinterlassen. Geht nicht. Funktion funkt nicht. Kein wunder kommentiert keiner.


Donnerstag, 28. Juli 2016

Pressekritik: Biker-Gruß...alles Kappes?

Biker-Gruß...alles Kappes?

Nobert Kappes, ein in die Jahre gekommener Journalist, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Motorrad News" regelmäßig Kolumnen namens "Gestern". 
Bildquelle: Moppedblog Stuttgart 

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift (08/2016) erschien seine Kolumne unter der Überschrift "Salute!". Hierin äußert sich N.Kappes zum "Motorrad-Gruß" ziemlich negativ. Zunächst mutmaßt N.Kappes, das er sich mit seinem Artikel wohl nicht viele Freunde machen wird, dann sinniert er darüber wie es früher (gestern) überhaupt zum Motorrad-Gruß kam. In der Folge stellt er fest, das früher alles besser war, die Motorradfahrer sich gegenseitig halfen als es noch keine Handys gab. Und überhaupt, was er den als Motorradfahrer mit all den grüßenden Typen gemeinsam habe. Er empört sich über den Gruß per Bein wenn er von anderen Motorradfahrern überholt wird und findet am Ende, daß doch alles ziemlich kompliziert geworden ist. 

Nun ja. Zunächst muss man feststellen, das es keinen "Motorradgruß" gibt. Wenn schon Motorradfahrer-Gruß. Etabliert hat sich heutzutage Biker-Gruß. Ja, Nobert Kappes, wie sind auch keine Motorradfahrer mehr, sondern Biker. Und die Frage zu beantworten was man mit den anderen zu tun hat, ist ziemlich easy (@NK: einfach): Wie alle fahren Motorrad.
Bildquelle:moppedblog Stgt
Wir teilen ein Hobby oder auch Leidenschaft. Die abhängig ist vom Wetter, weniger Schutzraum bietet und doch trotz aller verkehrsdichte Freiheitsgefühle zulässt. Und Gleichgesinnte zu treffen und zu Grüßen bleibt ein Zeichen der gefühlten Gemeinschaft. Und damit holen wir Älteren doch die Jüngeren auch ab. Schau her, du wirst ernst genommen mit deinen zwanzig Lenzen. Du gehörst zu uns. Das drückt der Gruß auch aus.


Die Behauptung immer weniger Biker grüßen sich, ist falsch. Richtig ist vielmehr, dass an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten die Menge der Motorradfahrer die einem entgegenkommen so hoch ist, das dann tatsächlich nicht gegrüßt wird. Sicher gibt es etliche welche nur müde grüßen, in dem sie zwei Finger der schwarz "behandschuhten" Hand zum Gruß wegstrecken, so daß man es kaum sehen kann. Bestimmt sind darunter welche, die es entweder nicht können oder auch des Grüßens müde sind. 
Bildquelle: gsx-s1000.de

Der Wandel der Zeit. führt zu wenig liegengebliebenen Moppeds dank zuverlässigeren Technik. Und ja, man kann die gelben Engel zu jeder Zeit anrufen um sich helfen zu lassen. Anders gehts meist sowieso nicht, denn wer kann heute noch an einem neuen Bike technisch helfen? Dennoch. Wenn ein Biker Hilfe braucht, wird auch immer wieder von anderen Bikern geholfen. 

Der "Bein-Gruß" beim überholen eines anderen Motorradfahrers, ist von den Franzosen zu uns rüber geschwappt.  Nobert Kappes schreibt (Zitat)>> So richtig auf die Palme bringt mich jedes Mal, wenn jemand einen anderen Motorradfahrer überholt und statt die Hand zu heben den Fuß von der Rast nimmt und diesen lässig zur Seite streckt<<
Bildq:.motor talk.de

Das ist "kappes". Soll er stattdessen den Gasgriff loslassen und mit der rechten Hand grüßen? Weil die linke Hand wohl kaum vom Langsameren auf der rechten Seite gesehen werden kann. 

Man kann am Ende den offensichtlich ergrauten Nobert Kappes nur die Überschrift seiner Kolumne zu rufen: Salute! Das bedeutet nämlich: Gesundheit und gute Besserung. 

Bildquelle: victory-forum.de


 

Dienstag, 26. Juli 2016

Soundcheck Zubehör Auspuffe

Artikel in der aktuellen Ausgabe "Motorrad" über Zubehör Auspuffe

Bildquelle: motorradonline.de
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift erschien ein Artikel, welcher von verschiedenen Auspuffen aus dem Zubehörhandel handeln. Die Auspuffe wurden auf Leistung, Passform (i.d.R. sogenannte "Slip-on" Systeme), Sound und Lautstärke umfangreich getestet.

Den Sound der einzelenen Anlagen kann man sich sogar auf motorradonline.de [Link zu Klangproben] anhören.

Interessant im Artikel sind einige Hinweise darauf, wie laut doch einige Anlagen sind. Man stellt die Frage ob dies noch zeitgemäß ist. Und der Autor des Artikels geht noch weiter. Ob in Zukunft für solche Tests nicht auch noch die Lärmbelastung bewertet werden sollte.

Unabhängig vom guten Artikel und den Tests von denen berichtet werden, ist es wohl an der Zeit, sich tatsächlich mit dem Thema Lärm zu beschäftigen. Wer am Ortsausgang einer beliebten Motorradroute wohnt, weiß wie Sonntags bei schönem Wetter Motorräder klingen. Das Thema ist nun nicht neu, aber durch die zunehmenden Zulassungszahlen der Moppeds, nimmt der Lärm auch stetig zu. Ergo sind die Gedanken des Redakteurs zu begrüssen. Weil ohne Gegenmaßnahmen wird es früher oder später zu weiteren Streckensperrungen kommen. Wer will das von uns schon?

Ergänzend zum Artikel in "Motorrad" ist auch zu erwähnen, das es insbesondere bei Zubehör Anlagen trotz ABE dazu kommen kann, ein Ticket durch die Rennleitung wegen zu lauter Anlagen zu erhalten. So ein Ticket zieht fast immer Punkte in Flensburg nach sich. (Erlischen der Betriebserlaubnis). 

Wie kommt`s?
Es ist dem Gesetzgeber und damit der Rennleitung ziemlich egal, ob ein Auspuff original oder ein Zubehörteil mit ABE ist - wenn dieser offenbar zu laut ist. Noch kann die Rennleitung dies mit einer eigenen Lautstärkemessung als Verdacht vorbringen. Bei positivem Ergebnis wird man zum TÜV geschickt, welcher dann den Beweis erbringt bzw.  der Biker vier Wochen Zeit hat, einen zu lauten Auspuff zu ersetzen und vom TÜV den betriebsgemäßen Zustand nachweisen zu lassen. Wie gesagt, es ist egal ob der Auspuff Original oder Zubehör mit ABE ist. Illegale Anlagen ziehen eine sofortige Stillegung des Krads nach sich. D.h. an der Stelle wo man kontrolliert wird. Nicht so toll...

Bildquelle: http://www.maxrev.de

Im Artikel heißt es weiterhin, das die Ermittlung der Lautstärke zukünftig mit einem anderen System vorgenommen wird. Vermutlich wird die Rennleitung dann keine eigenen Messungen mehr vornehmen, sondern einfach bei Kontrolle behaupten, ein Mopped ist zu laut. Auch nicht so toll...

Vermutlich sind die Original Systeme des Herstellers oder diejenigen Zubehörtöpfe mit aufwendigigem Innenaufbau, diejenigen welche wohl am wenigsten mit der Zeit lauter werden. Im Gegensatz zu Töpfen welche mit Stahlwolle o.ä. ausgestattet sind. Die werden mit der Zeit auf jeden Fall lauter weil sie mit der Zeit ausbrennen.

In diesem Zusammenhang wäre es auch noch interessant zu wissen, ob der TÜV mit Recht oder eher mit Arroganz einen mit Stahlwolle nachträglich leiser gemachten Auspuff überhaupt disqualifizieren kann...?

Fazit: Ein nicht zu schwerer und optisch passender Zubehörtopf, wecher guten, nicht zu lauten Sound bietet,  ist eine gute Wahl. Das diese wie der Original Auspuff auch mit der Zeit lauter werden, ist nicht auszuschließen. 
 
 

Montag, 18. Juli 2016

So geht Bremstraining

Heute waren wir bei der Verkehrswacht Reutlingen-Münsingen beim Sicherheitstraining. [Link zu den Trainings]

Wir haben diesesmal ein Spezialtraining rund ums Bremsen absolviert.  Kann nur sagen sehr empfehlenswert.  Auch gestandene Moppedfahrer lernen dazu.  Ob mit oder ohne ABS,  ob altes oder neues Mopped,  ob Chopper oder Enduro.  Seht selbst.



Bremsen aus 30 / 60 /100 km/h




Bremsen in Schräglage (verschiedene Geschwindigkeiten / Radien)



Schräglagenbremsung mit Stopp-Punkt





Link zur Verkehrswacht Reutlingen-Münsingen, die unter anderem mit speziellem Bremstraining aufwarten können.

http://www.vkw-reutlingen-muensingen.de/



Donnerstag, 14. Juli 2016

LATERNE, LATERNE,

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht!(altes deutsches Kinderlied)


Vorletzte Woche gab es im Raum Stuttgart einmal mehr einer sogenannte allgemeinen Verkehrskontrolle durch die Rennleitung. Sie zogen alle Kradler und Rollerfahrer raus. (Man fragt sich schon warum Autofahrer nicht zur Allgemeinheit gehören, wenn es eine allgemeine Verkehrskontrolle sein soll).

Besser passen würde vielleicht auch: Gemeine Verkehrskontrolle. In der Tat, gibt es bei der Rennleitung schon ein paar ganz spezielle Gesellen, welche entweder veraltetes Wissen über Moppeds anwenden möchten oder manche Verordnung über den eignen gesunden Menschenverstand stellen. Natürlich nur sofern vorhanden.

An besagtem Tag war B. aus W. (Buchstaben von der Redaktion ausgetauscht) auf der Landstraße unterwegs. Es war ein Freitag Nachmittag, auf Stuttgarts Straßen sind mal wieder richtig viele Verkehrsteilnehmer unterwegs und das bei 35 Grad Sonnenschein. 
Bildquelle: Auto-Bloggerin.de
 B. war unterwegs nach Hause, er wollte anschließend ein schönes Wochenende mit seiner LAG H. auswärts verbringen. Nicht mehr weit bis nach Hause. Nun, da zog ihn die Rennleitung zur Kontrolle heraus. Begründung: Er habe seine Zusatzscheinwerfer angeschalten. Aha.

Nach dem Grund gefragt, antwortete B. aus W. wahrheitsgemäß: "Damit ich besser gesehen werde". Die Rennleitung konnte ggfls die Begründung nachvollziehen, zog es aber vor das ganze Mopped abzuchecken. Danach begaben sie sich in Ihren Polizeibus um die Papiere zu checken. Der Bus stand auf dem Parkplatz mit laufendem Motor. Klar, Klimaanlage an, während nicht nur B. aus W. sonderen auch weitere Biker sich bei 35 Grad in voller Montour draußen einen abschwitzten.  Sehr zuvorkommend die Rücksichtnahme der Rennleitung. Nach sage und schreibe 20 Minuten kam die RL zum Ergbnis, das die Zuschatzscheinwerfer ja Nabelscheinwerfer sind und es zu diesem Zeitpunkt kein Nebel mit Sichtweiten unter 50 Meter vorherrschte. Über die geistige Sichtweise der Rennleitung lässt sich nur oraklen. Der enstandene Eindruck lässt aber den Schluss zu, das es erheblich weniger als 50 Meter geistige Sichtweite waren.

Zeitstrafe sprach die Rennleitung nicht aus, dafür eine Geldstrafe in Höhe von zwanzig Ocken. Dem Hinweis, das Motorradfahrer kaum noch als solche wahrgenommen werden, da Autofahrer immer häufiger mit grellem Tagfahrlicht fahren, konnte die Rennleitung nicht nachvollziehen. Dabei können bereits Kindergartenkinder Motorräder mit eingeschalteten Zusatzleuchten von Autos mit Tagfahrlicht unterscheiden. Vielleicht haben die Kinder auch nur bessere Augen.
Bildquelle: MV-Motorrad.de

Die meisten Moppedfahrer welche Zusatzscheinerfer serienmäßig oder auch nachträglich verbaut haben, schalten diese zusätzlich zum Abblendlicht ein. Einfach um besser gesehen zu werden. Das sie damit außer bei Nebel und Sichtweiten unter 50 Meter illegal unterwegs sind, müssen sie in kauf nehmen. 

In diesem traurigen Fall musste B. aus W. zähnknirschend das Ticket von 20 Ocken akzeptieren. Es kommt halt immer darauf an, welche Typen gerade bei der Rennleitung den Dienst verrichten.  Es gibt nämlich aufgrund der eingeschalteten Nebelschweinerfer keinen negative Einflußnahme auf den öffentlichen Straßenverkehr. Nebelscheinwerfer blenden eben nicht. 

Einzig zu beachten sind beim nachträglichen Einbau, einige Abstandsparameter.


Bildquelle: on2r.eu






Was also tun? Mittlerweile gibt es sogar solche Schweinwerfer, welche als Positionsleuchten zugelassen sind. Ob dies dann bei der Rennleitung hilft, ist auch eine interessante Frage...

Resumee: Es ist allemal besser zwanzig Ocken abzugeben als von einem Autofahrer nicht als Kradler erkannt und umgemäht zu werden.


Bildquelle: Moppedblog Stuttgart

Beamer: Ablendlicht, Nebelscheinwerfer und Standlichtern in LED Ausführung.



Dienstag, 5. Juli 2016

Neue Navis fürs Mopped

In den letzten Jahren hat sich einiges auf dem Markt für Navigationsgeräte, speziell für Zweiradfahrer, getan. Nicht nur für Moppedfahrer, auch Radfahrer kommen mehr und mehr in den Genuß einer auf sie zugeschnittenen Streckenführung bzw. Routenplanung.

Ist das tatsächlich ein Genuß?
So eindeutig lässt sich das nicht beantworten. Wie so oft, ist vieles Geschmacksache. Fest steht, das die Navis immer genauer werden, die Rechenleistung steigt und viele zusätzliche Gimmicks eingebaut sind. 
So brachte TomTom als erster Hersteller vor ein paar Jahren, die Streckenführung mit "kurvenreichen Straßen auf Trapp. Garmin zog mit einiger Verspätung nach. (Ich nenne hier nur die zwei größten Hersteller von speziellen Moppednavis). Weitere Funktionen wie Bluetooth Verbindung zum Helm/Smartphone oder Speicherkarteneinschub für Musik und Bilder gibt es schon länger. Musik könnte ich mir auf der langeweiligen Autobahn Etappe noch vorstellen, aber telefonieren? Ich finde auch den Smalltalk mit der Sozia nicht so prickelnd...

TomTom legt dieser Tage nach. Nun gibt es auch noch bis zu 100 feste Touren in Europa, welche geladen und dann nachgefahren werden können. Das mag für den einen oder anderen auch seinen Reiz haben, mir ist das aber zuviel. Ich möchte mir schon noch vorher Gedanken machen, wo ich hinfahre, wieviel Zeit ich mir nehme und ich suche dann auch die Gebiete und Straßen raus, über die meine (unsere) Tour verlaufen soll. (Jaja, dazu brauchts dann auch mal die gute alte Landkarte....)


Bildquelle: http://www.andorramania.com

In einem früheren Post hatte ich ja bereits von den kurvenreichen Strecken geschwärmt, welche wirklich ein Sprung bei Touren ist.

Was aber dringend fehlt (das wiederum andere Hersteller schon früher hatten), sind Vermeidungen von Ballungsgebieten und Städten ab einer gewissen Größe. Sicher lässt die Geographie bzw. Infrastruktur einer Gegend durch die ich komme,  es nicht immer zu, das eine Tour ohne Umwege zu meistern ist. Aber ich nehme doch einen Umweg gerne in Kauf, anstatt mitten durch eine Stadt zu stauen. Besonders wenn es heiß ist. 

Schöner wäre es auch, wenn die Motorradnavis mehr Infos zu Staus und Problemen in Ballungsgebieten verarbeiten würden. Ich vermute aber, das dies nicht lange dauert, bis dieses Feature angeboten wird. (Hoffentlich als update und nicht als Neukauf!)

Und was soll es kosten?
Wir sind bei den Spitzennavis schon einige Jahre bei durchschnittlich um 600 Ocken angelangt. Ok, mit sogenannter "Lifetime Garantie". Sehr lustig. Hier wir einem vorgegauckelt, das das Navis für die Ewigkeit gebaut ist. 

Verlogenes Pack!
Anders kann man es nicht ausdrücken. Es gibt Nachweise, die Belegen, das ein Navi auf vier bis maximal sechs Jahre ausgelegt ist. Und maximal sechs Jahre laufen dann auch die "lifetime" updates. 

Was ist danach?
Danach fährt man halt mit dem letzten Update-Stand durch die Gegend. Auch nicht so schlimm. Die meisten Straßen werden nicht geändert.




Samstag, 25. Juni 2016

Boah...watn schiet Wedder dieses Jahr

Manomann, schon wieder kamen heute Nacht im Süden bis in den Westen massenweise Wassermassen vom Himmel.

Irgendwie kann man in den letzten Jahren schon feststellen, das das Wetter schneller wechselt und einfach unbeständiger ist. Obwohl die Gewitter und heftigen Niederschläge haben dieses Jahr eine gewisse Beständigigkeit.
BRAUCHT NIEMAND: Umgeworfene Moppeds  Bildquelle:Faz.net

Zum Leidwesen der Moppedfahrer. Vor zwei Wochen hat es mich nach der Arbeit voll erwischt. Auf meinem Heimweg musste ich unter der Brücke warten. Regenhose an, wasserdichte Softshelljacke an. Der Regen wurde nicht weniger. Also weiter fahren. Noch 10 KM....pah am Ende war ich bis auf die Haut durchnässt. Meine Klamotten sind wohl doch nicht so dicht wie gedacht.

Die Nässe auf der Haut wäre ja noch zu ertragen, die Temparaturen sind ja erträglich, doch es macht einfach keinen Spaß wie auf Eiern auf nassen Strassen zu fahren. Insbesondere auf Autobahnen und im Feierabendverkehr.

So halten sich die mit dem Mopped zurückgelegten KM dieses Jahr in Grenzen.

Das andere Extrem, die Hitze wie in den letzten zwei Tagen, ist auch fürs Mopped fahren heftig. Manche lassen sich dann hinreißen und fahren in TShirt, kurzen Hosen und Badeschlappen. Uff, das kann mal richtig wegtun, auch wenn es nur ein Umfaller ist.


Nun, hoffen wir auf eine bessere Wetterlage in der zweiten Saisonhälfte. Bleibt munter!




Mittwoch, 15. Juni 2016

Äpfel und Birnen

....Äpfel mit Birnen vergleichen. Ha! Das geht immer wieder....

In der aktuellen Ausgabe der "Motorradnews" haben sie wie auch andere Fachzeitschriften zuvor die neue Afrika Twin mit der BMW GS1200 verglichen. 

Wie schon vor Wochen, fragt man sich "Watsolldass?" Die AT ist klar für Onroad/Offroad im vermuteten Verhältnis 60/40 ausgelegt. 21" Vorderrad, leicht (für solch einen Eisenhaufen) und die Motorleistung sollte genügen.

Bildquelle: Motorrad.net
Die GS hat eher ein Onroad/Offroad Verhältnis von 90/10. Ok, darüber mag man streiten, dennoch, die meisten Weltebummler griffen bisher lieber zur GS800. Warum wohl?

Was sollen also diese Vergleiche?  Vermutlich gehts mal wieder ums Geld...woher auch immer. Die KTM Adventure R wäre der bessere Vergleichskandidat. Aber wenn Honda eben besser darstehen soll im Offroad Segment, dann ist die GS die bessere Wahl. 

Das schönste dabei: Die Leser lassen sich nicht verarschen. Die Redakteure dann schon: Von der geldgebenden Motorrardindustrie. Redakteure sollten aufpassen. Sonst wird ihr Berufsstand bald auf dem Niveau wie dem der Banker liegen: Ganz unten.

Montag, 13. Juni 2016

Verdammter toter Winkel

Hoi zusammen!

nach dem Italientrip endlich mal was Neues hier im Blog.

Fängt ja gleich mal gut an mit einem verdammten toten Winkel. Möchte Euch diese Erfahrung nicht vorenthalten. Weil sie mich total überrascht hat.

Wir fahren in einem kleinem Verbund von 4 Moppeds in Norditalien auf kleinen kurvigen Landstraßen. Katogorie: 2 > Supergrip, gute Straßenbreite, tolles Sonnenwetter, 20 Grad.

Der Leitwolf der Gruppe im Kurvenswing immer schön aufwärts. Hier und da ein paar Autos und LKW`s überholen, mit der Power der KTM kein Thema.

Irgenwann werden die Kurven richtig gleichmäßig, fast alle im gleichen Radius, gleich Steigung immer den Berg hinauf, rechts, links, rechts....

In einer Linkskurve, dann zwei Fahrzeuge auf der eigenen Spur; Ein Blick ins Kurveninnere und nach weiter oben, kein Gegenverkehr zu sehen. Also Kurve zackig schneiden und die zwei Autos abledern. Doch plötzlich ist da doch ein Auto entgegendkommend da. Und zwar fast genau im Scheitelpunkt der Kurve. 


Bildquelle: Moppedblog Stuttgart
Fast Frontalkollision...dank Sicherheitstraining führt der Leader eine blitzschnelle Ausweichübung durch und reiht sich wieder hinter dem letzten Auto auf seiner Spur ein...Nichts passiert. Thanks all kind of Angels....

Woher kam denn das Fahrzeug plötzlich. Warum hat es der Leader nicht gesehen, die anderen drei aber schon?

Nun, in Italien und anderswo werden doppelte Leitplanken gerne auf den Seiten verbaut, die vor dem Absturz zum Abhang hin schützen sollen. Manche Kurven sind im Scheitelpunkt auch tiefer, fast wie eine Senke. Darin kann sich dann auch im richtigen Ausgenblick ein Auto verbergen und je nach Blickwinkel sieht man das nicht. Das ist auch dem Leader passiert. Er konnte aus seinem Blickwinkel für die ein, zwei Sekunden das entgegenkommende Fahrzeug nicht sehen!

Fazit: Bei doppelten Leitplanken also genau hinsehen und ggfls mit dem überholen warten! Wer weiß wie oft die Ausweichübung klappt....

Nichts für ungut! Gute Fahrt und passt auf Euch auf!

Mittwoch, 11. Mai 2016

Mai 2016: Saisonstart mit schönem Wochenende und sechs Toten Biker

Von schönem Wetter und Aasgeier-Medien

Wiedereinmal switchte das Wetter Anfang Mai von Winter direkt auf Sommer. Pünktlich zum langen Wochenende am 5. Mai kam die Sonne raus und strahlte einige Tage, so wie wir es lieben. 

Wie immer zum Saisonstart, welcher tatsächlich erst beginnt, wenn das erste schöne Wochenende da ist und nicht die Händler es uns sagen, kamen tausende Biker auf die Straße. Wie Bienen aus dem Stock wurden die ersten Touren im Jahr gefahren. Ob im Schwarzwald, auf der Hohenloher Ebene oder schwäbischen Alb, der linke Arm wurde vom Grüßen ziemlich beansprucht.

Nach so einem Wochenende bleiben (leider!) die negativen Meldungen über Moppedfahrer am Montag danach nicht aus. So auch dieses Jahr. Sechs Biker sind am Wochenende in Baden Württtemberg bei Unfällen ums Leben gekommen. Davon waren vier durch angebliches Eigenverschulden verunfallt....

Ich mag solche Meldungen nicht. Sie implizieren wie schrecklich gefährlich das biken ist und das wir auch noch selbst schuld sind, wenn wir ums Leben kommen.

Daher hier noch mal die tatsächlichen Fakten, welche ein ganz anderes Bild abgeben:

1. Die meisten Unfälle passieren im Stadtverkehr. Zu 80% werden Moppedfahrer übersehen oder deren Geschwindigkeit von Autofahrern falsch eingeschätzt. Diese Stadtunfälle gehen zu über 95 % glimpflich für die Beteiligten aus.

2. Es ist richtig, das zu Saisonbeginn mehr Unfälle mit Moppedbeteiligung als im Rest des Jahres passieren. Grund: Zu 98% sind Autofahrer noch nicht auf die Zweiräder eingestellt. 

3. Es gibt das ganze Jahr über Biker, hauptsächlich in der Altersgruppe der 20 bis 25jährigen männlichen Fahrern, welche zu schnell für ihr Können unterwegs sind. Sprich mit regelmäßigen Sicherheitstrainings wären viele nicht verunfallt. Auch nicht, wenn sie zu schnell gefahren sind. Leider sind diese Jungs so gierig aufs fahren, das sie nicht richtig wahrnehmen, das man sich schon einmal wieder "einfahren" muss, im Weiteren auch die Straßen oftmals noch keine 15 Grad Bodentemperaturen im Frühjahr aufweisen. Sprich, der Grip ist noch nicht optimal.

4. Die Zahl der verunfallten Biker, auch die der getöteten, geht seit Jahren bei steigender(!) Anzahl der Biker zurück.

Die Journalisten suchen sich gerne andere Statistiken und Lesarten derer heraus. Der Grund ist klar. Es geht ums Geld via Sensation. An alle die so unterwegs sind: Schämt euch!
 
Bildquelle: dfdsseaways.de

Das ist genauso dämlich, wie die Meldungen das ältere Autofahrer an Unfällen aufgrund Ihres Alters schuld sind. Also in der Gesamtstatistik erreicht der Wert Bundesweit noch nicht mal ein Prozent....

Ja, ältere haben oftmals Probleme mit der Reaktion oder einfach nur weil da 35 Schilder an der Kreuzung stehen (mit denen wir auch manchmal Schwierigkeiten haben)

Was können wir tun, damit wir nicht unter die Räder kommen?

1. Die ersten Touren gelassen angehen und sich langsam von Tag zu Tag steigern.
2. Möglichst früh im Jahr Sicherheitstrainings (ADAC, Verkehrswacht etc) durchführen
An bestimmten Wochenenden die typischen Bikertourwege meiden. (Wer schon mal Motorradstau vor dem Timmelsjoch stand, weiß was ich meine).

Genug vom predigen. Lasst euch nicht durch die Medien verrückt machen und geht die Saison gelassen an, damit ihr auch im nächsten Jahr noch im Moppedblog mitlesen könnt...