Mittwoch, 3. August 2016

Pressekritik: Wheelie vor der Polizeiwache

Wheelie vor der Polizeiwache 

Heute war ich einmal wieder auf der immer noch überfrachteten Onlineseite der >>Motorrad<<

Oben stieß ich auf einen der vier "Laufartikel", also Artikel welche in einem kleinen Fenster abwechselnd den Leser locken sollen. Ich ließ mich verlocken von der zweiten Schlagzeile Zitat "Aus der glorreichen Idee, für den Vergleichstest zwischen den beiden Naked-Bikes Suzuki SV 650 und Yamaha MT-07 gemeinsam vor dem Polizeirevier zu wheelen, wurde nichts. Die Race-Control zückte schon beim Ein­rollen Papier und Bleistift."

Bildquelle:picticar.com
Für was sollten die Wheelies gut sein? Ach ja, für tolle Bilder der testenden "Helden" im Artikel. Man muß schon Fragen: Geht`s noch?

hier der Link zum Artikel: Bericht auf Motorradonline.de


Bin ich nun zu alt für so einen "Spaß" ?
Nö, entscheide ich. Ganz gewiß nicht. Nein wir sind auch keine Heiligen. Aber weswegen die Rennleitung noch mehr auf uns aufmerksam machen? Reichen den Testern bzw. dem Autor (Volkmar Jacob) die bisherigen Kontrollen nicht? 
Nein, mit Ruhm für solch einen Artikel bekleckert sich damit bei >>Motorrad<< niemand. 


Ihr provoziert damit die Rennleitung (forget "Race-Control"). Wieviele von der Rennleitung fahren Motorrad? Die anderen werden wieder uns Otto Normalbiker mehr den je auf dem Schirm haben. Na danke auch.



Tipp: Wenn ihr solche Bilder wollt, dann fahrt mal in Stuttgart Bad Cannstatt ins Römerkastell. Im hinteren Teil werden regelmäßig SOKO Stuttgart Folgen gedreht. Da findet ihr Polizeiautos, Wachenschilder und einen Parkplatz zum absperren. (und gebt das im Artikel auch zu)

Das kostet natürlich. Ach ja, die Redakteure haben nur ein begrenztes Budget. Stimmt. Dann lasst es einfach oder baut die Szene mit Playmobil auf.


Damit versaut es auch den guten weiteren Artikel. Schade darum.


PS: Wollte einen Kommentar auf der motorradonline hinterlassen. Geht nicht. Funktion funkt nicht. Kein wunder kommentiert keiner.


Donnerstag, 28. Juli 2016

Pressekritik: Biker-Gruß...alles Kappes?

Biker-Gruß...alles Kappes?

Nobert Kappes, ein in die Jahre gekommener Journalist, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Motorrad News" regelmäßig Kolumnen namens "Gestern". 
Bildquelle: Moppedblog Stuttgart 

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift (08/2016) erschien seine Kolumne unter der Überschrift "Salute!". Hierin äußert sich N.Kappes zum "Motorrad-Gruß" ziemlich negativ. Zunächst mutmaßt N.Kappes, das er sich mit seinem Artikel wohl nicht viele Freunde machen wird, dann sinniert er darüber wie es früher (gestern) überhaupt zum Motorrad-Gruß kam. In der Folge stellt er fest, das früher alles besser war, die Motorradfahrer sich gegenseitig halfen als es noch keine Handys gab. Und überhaupt, was er den als Motorradfahrer mit all den grüßenden Typen gemeinsam habe. Er empört sich über den Gruß per Bein wenn er von anderen Motorradfahrern überholt wird und findet am Ende, daß doch alles ziemlich kompliziert geworden ist. 

Nun ja. Zunächst muss man feststellen, das es keinen "Motorradgruß" gibt. Wenn schon Motorradfahrer-Gruß. Etabliert hat sich heutzutage Biker-Gruß. Ja, Nobert Kappes, wie sind auch keine Motorradfahrer mehr, sondern Biker. Und die Frage zu beantworten was man mit den anderen zu tun hat, ist ziemlich easy (@NK: einfach): Wie alle fahren Motorrad.
Bildquelle:moppedblog Stgt
Wir teilen ein Hobby oder auch Leidenschaft. Die abhängig ist vom Wetter, weniger Schutzraum bietet und doch trotz aller verkehrsdichte Freiheitsgefühle zulässt. Und Gleichgesinnte zu treffen und zu Grüßen bleibt ein Zeichen der gefühlten Gemeinschaft. Und damit holen wir Älteren doch die Jüngeren auch ab. Schau her, du wirst ernst genommen mit deinen zwanzig Lenzen. Du gehörst zu uns. Das drückt der Gruß auch aus.


Die Behauptung immer weniger Biker grüßen sich, ist falsch. Richtig ist vielmehr, dass an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten die Menge der Motorradfahrer die einem entgegenkommen so hoch ist, das dann tatsächlich nicht gegrüßt wird. Sicher gibt es etliche welche nur müde grüßen, in dem sie zwei Finger der schwarz "behandschuhten" Hand zum Gruß wegstrecken, so daß man es kaum sehen kann. Bestimmt sind darunter welche, die es entweder nicht können oder auch des Grüßens müde sind. 
Bildquelle: gsx-s1000.de

Der Wandel der Zeit. führt zu wenig liegengebliebenen Moppeds dank zuverlässigeren Technik. Und ja, man kann die gelben Engel zu jeder Zeit anrufen um sich helfen zu lassen. Anders gehts meist sowieso nicht, denn wer kann heute noch an einem neuen Bike technisch helfen? Dennoch. Wenn ein Biker Hilfe braucht, wird auch immer wieder von anderen Bikern geholfen. 

Der "Bein-Gruß" beim überholen eines anderen Motorradfahrers, ist von den Franzosen zu uns rüber geschwappt.  Nobert Kappes schreibt (Zitat)>> So richtig auf die Palme bringt mich jedes Mal, wenn jemand einen anderen Motorradfahrer überholt und statt die Hand zu heben den Fuß von der Rast nimmt und diesen lässig zur Seite streckt<<
Bildq:.motor talk.de

Das ist "kappes". Soll er stattdessen den Gasgriff loslassen und mit der rechten Hand grüßen? Weil die linke Hand wohl kaum vom Langsameren auf der rechten Seite gesehen werden kann. 

Man kann am Ende den offensichtlich ergrauten Nobert Kappes nur die Überschrift seiner Kolumne zu rufen: Salute! Das bedeutet nämlich: Gesundheit und gute Besserung. 

Bildquelle: victory-forum.de


 

Dienstag, 26. Juli 2016

Soundcheck Zubehör Auspuffe

Artikel in der aktuellen Ausgabe "Motorrad" über Zubehör Auspuffe

Bildquelle: motorradonline.de
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift erschien ein Artikel, welcher von verschiedenen Auspuffen aus dem Zubehörhandel handeln. Die Auspuffe wurden auf Leistung, Passform (i.d.R. sogenannte "Slip-on" Systeme), Sound und Lautstärke umfangreich getestet.

Den Sound der einzelenen Anlagen kann man sich sogar auf motorradonline.de [Link zu Klangproben] anhören.

Interessant im Artikel sind einige Hinweise darauf, wie laut doch einige Anlagen sind. Man stellt die Frage ob dies noch zeitgemäß ist. Und der Autor des Artikels geht noch weiter. Ob in Zukunft für solche Tests nicht auch noch die Lärmbelastung bewertet werden sollte.

Unabhängig vom guten Artikel und den Tests von denen berichtet werden, ist es wohl an der Zeit, sich tatsächlich mit dem Thema Lärm zu beschäftigen. Wer am Ortsausgang einer beliebten Motorradroute wohnt, weiß wie Sonntags bei schönem Wetter Motorräder klingen. Das Thema ist nun nicht neu, aber durch die zunehmenden Zulassungszahlen der Moppeds, nimmt der Lärm auch stetig zu. Ergo sind die Gedanken des Redakteurs zu begrüssen. Weil ohne Gegenmaßnahmen wird es früher oder später zu weiteren Streckensperrungen kommen. Wer will das von uns schon?

Ergänzend zum Artikel in "Motorrad" ist auch zu erwähnen, das es insbesondere bei Zubehör Anlagen trotz ABE dazu kommen kann, ein Ticket durch die Rennleitung wegen zu lauter Anlagen zu erhalten. So ein Ticket zieht fast immer Punkte in Flensburg nach sich. (Erlischen der Betriebserlaubnis). 

Wie kommt`s?
Es ist dem Gesetzgeber und damit der Rennleitung ziemlich egal, ob ein Auspuff original oder ein Zubehörteil mit ABE ist - wenn dieser offenbar zu laut ist. Noch kann die Rennleitung dies mit einer eigenen Lautstärkemessung als Verdacht vorbringen. Bei positivem Ergebnis wird man zum TÜV geschickt, welcher dann den Beweis erbringt bzw.  der Biker vier Wochen Zeit hat, einen zu lauten Auspuff zu ersetzen und vom TÜV den betriebsgemäßen Zustand nachweisen zu lassen. Wie gesagt, es ist egal ob der Auspuff Original oder Zubehör mit ABE ist. Illegale Anlagen ziehen eine sofortige Stillegung des Krads nach sich. D.h. an der Stelle wo man kontrolliert wird. Nicht so toll...

Bildquelle: http://www.maxrev.de

Im Artikel heißt es weiterhin, das die Ermittlung der Lautstärke zukünftig mit einem anderen System vorgenommen wird. Vermutlich wird die Rennleitung dann keine eigenen Messungen mehr vornehmen, sondern einfach bei Kontrolle behaupten, ein Mopped ist zu laut. Auch nicht so toll...

Vermutlich sind die Original Systeme des Herstellers oder diejenigen Zubehörtöpfe mit aufwendigigem Innenaufbau, diejenigen welche wohl am wenigsten mit der Zeit lauter werden. Im Gegensatz zu Töpfen welche mit Stahlwolle o.ä. ausgestattet sind. Die werden mit der Zeit auf jeden Fall lauter weil sie mit der Zeit ausbrennen.

In diesem Zusammenhang wäre es auch noch interessant zu wissen, ob der TÜV mit Recht oder eher mit Arroganz einen mit Stahlwolle nachträglich leiser gemachten Auspuff überhaupt disqualifizieren kann...?

Fazit: Ein nicht zu schwerer und optisch passender Zubehörtopf, wecher guten, nicht zu lauten Sound bietet,  ist eine gute Wahl. Das diese wie der Original Auspuff auch mit der Zeit lauter werden, ist nicht auszuschließen. 
 
 

Montag, 18. Juli 2016

So geht Bremstraining

Heute waren wir bei der Verkehrswacht Reutlingen-Münsingen beim Sicherheitstraining. [Link zu den Trainings]

Wir haben diesesmal ein Spezialtraining rund ums Bremsen absolviert.  Kann nur sagen sehr empfehlenswert.  Auch gestandene Moppedfahrer lernen dazu.  Ob mit oder ohne ABS,  ob altes oder neues Mopped,  ob Chopper oder Enduro.  Seht selbst.



Bremsen aus 30 / 60 /100 km/h




Bremsen in Schräglage (verschiedene Geschwindigkeiten / Radien)



Schräglagenbremsung mit Stopp-Punkt





Link zur Verkehrswacht Reutlingen-Münsingen, die unter anderem mit speziellem Bremstraining aufwarten können.

http://www.vkw-reutlingen-muensingen.de/



Donnerstag, 14. Juli 2016

LATERNE, LATERNE,

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht!(altes deutsches Kinderlied)


Vorletzte Woche gab es im Raum Stuttgart einmal mehr einer sogenannte allgemeinen Verkehrskontrolle durch die Rennleitung. Sie zogen alle Kradler und Rollerfahrer raus. (Man fragt sich schon warum Autofahrer nicht zur Allgemeinheit gehören, wenn es eine allgemeine Verkehrskontrolle sein soll).

Besser passen würde vielleicht auch: Gemeine Verkehrskontrolle. In der Tat, gibt es bei der Rennleitung schon ein paar ganz spezielle Gesellen, welche entweder veraltetes Wissen über Moppeds anwenden möchten oder manche Verordnung über den eignen gesunden Menschenverstand stellen. Natürlich nur sofern vorhanden.

An besagtem Tag war B. aus W. (Buchstaben von der Redaktion ausgetauscht) auf der Landstraße unterwegs. Es war ein Freitag Nachmittag, auf Stuttgarts Straßen sind mal wieder richtig viele Verkehrsteilnehmer unterwegs und das bei 35 Grad Sonnenschein. 
Bildquelle: Auto-Bloggerin.de
 B. war unterwegs nach Hause, er wollte anschließend ein schönes Wochenende mit seiner LAG H. auswärts verbringen. Nicht mehr weit bis nach Hause. Nun, da zog ihn die Rennleitung zur Kontrolle heraus. Begründung: Er habe seine Zusatzscheinwerfer angeschalten. Aha.

Nach dem Grund gefragt, antwortete B. aus W. wahrheitsgemäß: "Damit ich besser gesehen werde". Die Rennleitung konnte ggfls die Begründung nachvollziehen, zog es aber vor das ganze Mopped abzuchecken. Danach begaben sie sich in Ihren Polizeibus um die Papiere zu checken. Der Bus stand auf dem Parkplatz mit laufendem Motor. Klar, Klimaanlage an, während nicht nur B. aus W. sonderen auch weitere Biker sich bei 35 Grad in voller Montour draußen einen abschwitzten.  Sehr zuvorkommend die Rücksichtnahme der Rennleitung. Nach sage und schreibe 20 Minuten kam die RL zum Ergbnis, das die Zuschatzscheinwerfer ja Nabelscheinwerfer sind und es zu diesem Zeitpunkt kein Nebel mit Sichtweiten unter 50 Meter vorherrschte. Über die geistige Sichtweise der Rennleitung lässt sich nur oraklen. Der enstandene Eindruck lässt aber den Schluss zu, das es erheblich weniger als 50 Meter geistige Sichtweite waren.

Zeitstrafe sprach die Rennleitung nicht aus, dafür eine Geldstrafe in Höhe von zwanzig Ocken. Dem Hinweis, das Motorradfahrer kaum noch als solche wahrgenommen werden, da Autofahrer immer häufiger mit grellem Tagfahrlicht fahren, konnte die Rennleitung nicht nachvollziehen. Dabei können bereits Kindergartenkinder Motorräder mit eingeschalteten Zusatzleuchten von Autos mit Tagfahrlicht unterscheiden. Vielleicht haben die Kinder auch nur bessere Augen.
Bildquelle: MV-Motorrad.de

Die meisten Moppedfahrer welche Zusatzscheinerfer serienmäßig oder auch nachträglich verbaut haben, schalten diese zusätzlich zum Abblendlicht ein. Einfach um besser gesehen zu werden. Das sie damit außer bei Nebel und Sichtweiten unter 50 Meter illegal unterwegs sind, müssen sie in kauf nehmen. 

In diesem traurigen Fall musste B. aus W. zähnknirschend das Ticket von 20 Ocken akzeptieren. Es kommt halt immer darauf an, welche Typen gerade bei der Rennleitung den Dienst verrichten.  Es gibt nämlich aufgrund der eingeschalteten Nebelschweinerfer keinen negative Einflußnahme auf den öffentlichen Straßenverkehr. Nebelscheinwerfer blenden eben nicht. 

Einzig zu beachten sind beim nachträglichen Einbau, einige Abstandsparameter.


Bildquelle: on2r.eu






Was also tun? Mittlerweile gibt es sogar solche Schweinwerfer, welche als Positionsleuchten zugelassen sind. Ob dies dann bei der Rennleitung hilft, ist auch eine interessante Frage...

Resumee: Es ist allemal besser zwanzig Ocken abzugeben als von einem Autofahrer nicht als Kradler erkannt und umgemäht zu werden.


Bildquelle: Moppedblog Stuttgart

Beamer: Ablendlicht, Nebelscheinwerfer und Standlichtern in LED Ausführung.



Dienstag, 5. Juli 2016

Neue Navis fürs Mopped

In den letzten Jahren hat sich einiges auf dem Markt für Navigationsgeräte, speziell für Zweiradfahrer, getan. Nicht nur für Moppedfahrer, auch Radfahrer kommen mehr und mehr in den Genuß einer auf sie zugeschnittenen Streckenführung bzw. Routenplanung.

Ist das tatsächlich ein Genuß?
So eindeutig lässt sich das nicht beantworten. Wie so oft, ist vieles Geschmacksache. Fest steht, das die Navis immer genauer werden, die Rechenleistung steigt und viele zusätzliche Gimmicks eingebaut sind. 
So brachte TomTom als erster Hersteller vor ein paar Jahren, die Streckenführung mit "kurvenreichen Straßen auf Trapp. Garmin zog mit einiger Verspätung nach. (Ich nenne hier nur die zwei größten Hersteller von speziellen Moppednavis). Weitere Funktionen wie Bluetooth Verbindung zum Helm/Smartphone oder Speicherkarteneinschub für Musik und Bilder gibt es schon länger. Musik könnte ich mir auf der langeweiligen Autobahn Etappe noch vorstellen, aber telefonieren? Ich finde auch den Smalltalk mit der Sozia nicht so prickelnd...

TomTom legt dieser Tage nach. Nun gibt es auch noch bis zu 100 feste Touren in Europa, welche geladen und dann nachgefahren werden können. Das mag für den einen oder anderen auch seinen Reiz haben, mir ist das aber zuviel. Ich möchte mir schon noch vorher Gedanken machen, wo ich hinfahre, wieviel Zeit ich mir nehme und ich suche dann auch die Gebiete und Straßen raus, über die meine (unsere) Tour verlaufen soll. (Jaja, dazu brauchts dann auch mal die gute alte Landkarte....)


Bildquelle: http://www.andorramania.com

In einem früheren Post hatte ich ja bereits von den kurvenreichen Strecken geschwärmt, welche wirklich ein Sprung bei Touren ist.

Was aber dringend fehlt (das wiederum andere Hersteller schon früher hatten), sind Vermeidungen von Ballungsgebieten und Städten ab einer gewissen Größe. Sicher lässt die Geographie bzw. Infrastruktur einer Gegend durch die ich komme,  es nicht immer zu, das eine Tour ohne Umwege zu meistern ist. Aber ich nehme doch einen Umweg gerne in Kauf, anstatt mitten durch eine Stadt zu stauen. Besonders wenn es heiß ist. 

Schöner wäre es auch, wenn die Motorradnavis mehr Infos zu Staus und Problemen in Ballungsgebieten verarbeiten würden. Ich vermute aber, das dies nicht lange dauert, bis dieses Feature angeboten wird. (Hoffentlich als update und nicht als Neukauf!)

Und was soll es kosten?
Wir sind bei den Spitzennavis schon einige Jahre bei durchschnittlich um 600 Ocken angelangt. Ok, mit sogenannter "Lifetime Garantie". Sehr lustig. Hier wir einem vorgegauckelt, das das Navis für die Ewigkeit gebaut ist. 

Verlogenes Pack!
Anders kann man es nicht ausdrücken. Es gibt Nachweise, die Belegen, das ein Navi auf vier bis maximal sechs Jahre ausgelegt ist. Und maximal sechs Jahre laufen dann auch die "lifetime" updates. 

Was ist danach?
Danach fährt man halt mit dem letzten Update-Stand durch die Gegend. Auch nicht so schlimm. Die meisten Straßen werden nicht geändert.




Samstag, 25. Juni 2016

Boah...watn schiet Wedder dieses Jahr

Manomann, schon wieder kamen heute Nacht im Süden bis in den Westen massenweise Wassermassen vom Himmel.

Irgendwie kann man in den letzten Jahren schon feststellen, das das Wetter schneller wechselt und einfach unbeständiger ist. Obwohl die Gewitter und heftigen Niederschläge haben dieses Jahr eine gewisse Beständigigkeit.
BRAUCHT NIEMAND: Umgeworfene Moppeds  Bildquelle:Faz.net

Zum Leidwesen der Moppedfahrer. Vor zwei Wochen hat es mich nach der Arbeit voll erwischt. Auf meinem Heimweg musste ich unter der Brücke warten. Regenhose an, wasserdichte Softshelljacke an. Der Regen wurde nicht weniger. Also weiter fahren. Noch 10 KM....pah am Ende war ich bis auf die Haut durchnässt. Meine Klamotten sind wohl doch nicht so dicht wie gedacht.

Die Nässe auf der Haut wäre ja noch zu ertragen, die Temparaturen sind ja erträglich, doch es macht einfach keinen Spaß wie auf Eiern auf nassen Strassen zu fahren. Insbesondere auf Autobahnen und im Feierabendverkehr.

So halten sich die mit dem Mopped zurückgelegten KM dieses Jahr in Grenzen.

Das andere Extrem, die Hitze wie in den letzten zwei Tagen, ist auch fürs Mopped fahren heftig. Manche lassen sich dann hinreißen und fahren in TShirt, kurzen Hosen und Badeschlappen. Uff, das kann mal richtig wegtun, auch wenn es nur ein Umfaller ist.


Nun, hoffen wir auf eine bessere Wetterlage in der zweiten Saisonhälfte. Bleibt munter!




Mittwoch, 15. Juni 2016

Äpfel und Birnen

....Äpfel mit Birnen vergleichen. Ha! Das geht immer wieder....

In der aktuellen Ausgabe der "Motorradnews" haben sie wie auch andere Fachzeitschriften zuvor die neue Afrika Twin mit der BMW GS1200 verglichen. 

Wie schon vor Wochen, fragt man sich "Watsolldass?" Die AT ist klar für Onroad/Offroad im vermuteten Verhältnis 60/40 ausgelegt. 21" Vorderrad, leicht (für solch einen Eisenhaufen) und die Motorleistung sollte genügen.

Bildquelle: Motorrad.net
Die GS hat eher ein Onroad/Offroad Verhältnis von 90/10. Ok, darüber mag man streiten, dennoch, die meisten Weltebummler griffen bisher lieber zur GS800. Warum wohl?

Was sollen also diese Vergleiche?  Vermutlich gehts mal wieder ums Geld...woher auch immer. Die KTM Adventure R wäre der bessere Vergleichskandidat. Aber wenn Honda eben besser darstehen soll im Offroad Segment, dann ist die GS die bessere Wahl. 

Das schönste dabei: Die Leser lassen sich nicht verarschen. Die Redakteure dann schon: Von der geldgebenden Motorrardindustrie. Redakteure sollten aufpassen. Sonst wird ihr Berufsstand bald auf dem Niveau wie dem der Banker liegen: Ganz unten.

Montag, 13. Juni 2016

Verdammter toter Winkel

Hoi zusammen!

nach dem Italientrip endlich mal was Neues hier im Blog.

Fängt ja gleich mal gut an mit einem verdammten toten Winkel. Möchte Euch diese Erfahrung nicht vorenthalten. Weil sie mich total überrascht hat.

Wir fahren in einem kleinem Verbund von 4 Moppeds in Norditalien auf kleinen kurvigen Landstraßen. Katogorie: 2 > Supergrip, gute Straßenbreite, tolles Sonnenwetter, 20 Grad.

Der Leitwolf der Gruppe im Kurvenswing immer schön aufwärts. Hier und da ein paar Autos und LKW`s überholen, mit der Power der KTM kein Thema.

Irgenwann werden die Kurven richtig gleichmäßig, fast alle im gleichen Radius, gleich Steigung immer den Berg hinauf, rechts, links, rechts....

In einer Linkskurve, dann zwei Fahrzeuge auf der eigenen Spur; Ein Blick ins Kurveninnere und nach weiter oben, kein Gegenverkehr zu sehen. Also Kurve zackig schneiden und die zwei Autos abledern. Doch plötzlich ist da doch ein Auto entgegendkommend da. Und zwar fast genau im Scheitelpunkt der Kurve. 


Bildquelle: Moppedblog Stuttgart
Fast Frontalkollision...dank Sicherheitstraining führt der Leader eine blitzschnelle Ausweichübung durch und reiht sich wieder hinter dem letzten Auto auf seiner Spur ein...Nichts passiert. Thanks all kind of Angels....

Woher kam denn das Fahrzeug plötzlich. Warum hat es der Leader nicht gesehen, die anderen drei aber schon?

Nun, in Italien und anderswo werden doppelte Leitplanken gerne auf den Seiten verbaut, die vor dem Absturz zum Abhang hin schützen sollen. Manche Kurven sind im Scheitelpunkt auch tiefer, fast wie eine Senke. Darin kann sich dann auch im richtigen Ausgenblick ein Auto verbergen und je nach Blickwinkel sieht man das nicht. Das ist auch dem Leader passiert. Er konnte aus seinem Blickwinkel für die ein, zwei Sekunden das entgegenkommende Fahrzeug nicht sehen!

Fazit: Bei doppelten Leitplanken also genau hinsehen und ggfls mit dem überholen warten! Wer weiß wie oft die Ausweichübung klappt....

Nichts für ungut! Gute Fahrt und passt auf Euch auf!

Mittwoch, 11. Mai 2016

Mai 2016: Saisonstart mit schönem Wochenende und sechs Toten Biker

Von schönem Wetter und Aasgeier-Medien

Wiedereinmal switchte das Wetter Anfang Mai von Winter direkt auf Sommer. Pünktlich zum langen Wochenende am 5. Mai kam die Sonne raus und strahlte einige Tage, so wie wir es lieben. 

Wie immer zum Saisonstart, welcher tatsächlich erst beginnt, wenn das erste schöne Wochenende da ist und nicht die Händler es uns sagen, kamen tausende Biker auf die Straße. Wie Bienen aus dem Stock wurden die ersten Touren im Jahr gefahren. Ob im Schwarzwald, auf der Hohenloher Ebene oder schwäbischen Alb, der linke Arm wurde vom Grüßen ziemlich beansprucht.

Nach so einem Wochenende bleiben (leider!) die negativen Meldungen über Moppedfahrer am Montag danach nicht aus. So auch dieses Jahr. Sechs Biker sind am Wochenende in Baden Württtemberg bei Unfällen ums Leben gekommen. Davon waren vier durch angebliches Eigenverschulden verunfallt....

Ich mag solche Meldungen nicht. Sie implizieren wie schrecklich gefährlich das biken ist und das wir auch noch selbst schuld sind, wenn wir ums Leben kommen.

Daher hier noch mal die tatsächlichen Fakten, welche ein ganz anderes Bild abgeben:

1. Die meisten Unfälle passieren im Stadtverkehr. Zu 80% werden Moppedfahrer übersehen oder deren Geschwindigkeit von Autofahrern falsch eingeschätzt. Diese Stadtunfälle gehen zu über 95 % glimpflich für die Beteiligten aus.

2. Es ist richtig, das zu Saisonbeginn mehr Unfälle mit Moppedbeteiligung als im Rest des Jahres passieren. Grund: Zu 98% sind Autofahrer noch nicht auf die Zweiräder eingestellt. 

3. Es gibt das ganze Jahr über Biker, hauptsächlich in der Altersgruppe der 20 bis 25jährigen männlichen Fahrern, welche zu schnell für ihr Können unterwegs sind. Sprich mit regelmäßigen Sicherheitstrainings wären viele nicht verunfallt. Auch nicht, wenn sie zu schnell gefahren sind. Leider sind diese Jungs so gierig aufs fahren, das sie nicht richtig wahrnehmen, das man sich schon einmal wieder "einfahren" muss, im Weiteren auch die Straßen oftmals noch keine 15 Grad Bodentemperaturen im Frühjahr aufweisen. Sprich, der Grip ist noch nicht optimal.

4. Die Zahl der verunfallten Biker, auch die der getöteten, geht seit Jahren bei steigender(!) Anzahl der Biker zurück.

Die Journalisten suchen sich gerne andere Statistiken und Lesarten derer heraus. Der Grund ist klar. Es geht ums Geld via Sensation. An alle die so unterwegs sind: Schämt euch!
 
Bildquelle: dfdsseaways.de

Das ist genauso dämlich, wie die Meldungen das ältere Autofahrer an Unfällen aufgrund Ihres Alters schuld sind. Also in der Gesamtstatistik erreicht der Wert Bundesweit noch nicht mal ein Prozent....

Ja, ältere haben oftmals Probleme mit der Reaktion oder einfach nur weil da 35 Schilder an der Kreuzung stehen (mit denen wir auch manchmal Schwierigkeiten haben)

Was können wir tun, damit wir nicht unter die Räder kommen?

1. Die ersten Touren gelassen angehen und sich langsam von Tag zu Tag steigern.
2. Möglichst früh im Jahr Sicherheitstrainings (ADAC, Verkehrswacht etc) durchführen
An bestimmten Wochenenden die typischen Bikertourwege meiden. (Wer schon mal Motorradstau vor dem Timmelsjoch stand, weiß was ich meine).

Genug vom predigen. Lasst euch nicht durch die Medien verrückt machen und geht die Saison gelassen an, damit ihr auch im nächsten Jahr noch im Moppedblog mitlesen könnt...
 

 

Freitag, 29. April 2016

Durchschlängeln durch den Stau auf der Autobahn....

...weiterhin verboten.

wie in der heutigen Ausgabe der Motorrad (10/2016) zu lesen ist, wurde die Petition von 134.248 Motorradfahrern (per Unterschrift) vom Pertitionsausschusses des deutschen Bundestages abgewiesen. Lest bitte in der Motorrad den Artikel selbst nach; die fadenscheinigen Begründungen der Ablehnung sind einfach dummes Zeug. (Sorry).

Wer weiß das nur 0,18 % der eingereichten Petitionen überhaupt zur Entscheidung der Bundesregierung vorgelegt werden, der weiß wie ernst es den Politikern mit direkter Demokratie ist. Ich befürchte, das ist denen eher lästig. Selbst das Sitzungsgeld für die Ausschusssitzungen scheinen die Mitglieder nicht zu beflügeln. Naja.

VERBOTEN (LEIDER) Bildquelle: t-online.de
Ihr könnt nun wählen welches Verbot das kleinere Übel ist: Entweder weiterhin durchschlängeln oder ab auf den Seitenstreifen und langsam (!) ganz rechts darauf am Stau vorbei fahren. Das ist genau so anstrengend wie in der Mitte durch, aber nicht ganz so gefährlich. Die Bußgelder für beide betragen 30 Euro. Kann sich also lohnen bevor man in der Hitze umkippt. Apropos Bußgeld: Wenn man erwischt wird auf dem Seitenstreifen, dann auf einen rechtfertigenden Notstand" gegenüber der Polizei berufen und nichts unterschreiben. Man kann sich durchaus darauf berufen, das man in der Sommerhitze kurz vor einem Kollaps stand und dringend Fahrtwind benötigt um den Umstand zu beseitigen. (Das ist nur meine persönliche Meinung und keine Rechtsberatung!)




Donnerstag, 28. April 2016

Wohin mit den Schlüsseln?

Ihr kennt das Problem sicher auch. Außer dem Zündschlüssel hängen oft auch noch Schlüssel für den Koffer und Schloß am Ring. Was passiert dann während der Fahrt? ja, die Schlüssel vibrieren sich in die Ecken und oft wird dann auch noch die Gabelbrücke verkratzt.
Bildquelle: ratracer.de

Wie kann man das vermeiden?

1. Nur den Zündschlüssel solo nutzen (also nur mit einem Gummianhänger)
2. Ein Schlüsselmäppchen benutzen

Also, ich will die Schlüssel beieinander haben, deswegen suchte ich lange nach einem passenden Schlüsselmäppchen. Ich hab dann einen Hersteller gefunden, welcher einen fast passenden im Programm hat.

Das Mäppchen wird aus einem alten Gummischlauch (receycelt und mehrfach gewaschen; riecht nicht nach Gummi etc) und Handarbeit genäht (Made in Germany!) und mit einem Reißverschluß versehen.
Im Inneren befindet sich ein Befestigungsschnürer, welcher eingenäht ist. Dieser ist einen Tick länger, somit kann ich den Zünschlüssel an einem Schlüsselring und am Schnürer anbringen. Das ganze Package ist schön soft und auch bei dickeren Schlüsseln noch ein Stück dehnbar. Ja und das Maß (Sonderanfertigung) ist nun mit 8,5 x 4,0 x 2,5cm (LxBxT) perfekt.

Da die Serie des Herstellers für unsere Zwecke zu groß ist, haben wir mit ihm unsere Sonderanfertigungen  vereinbart.

Bild by Moppedstuttgart.blogspot.com

Bild by Moppedstuttgart.blogspot.com



Die Mäppchen gibt es auch mit Reißverschlüssen in anderer Farbe. Z.b. Blau, Gelb, Rot, Schwarz.

Wer nun gerne eins hätte, bitte eine Mail mit Wunschfarbe an Dagmar senden: tasche@tjuub.de



Montag, 18. April 2016

Moppedblog Stuttgart - jetzt mit BLOG-SHIRT

Yo, wir habn nun auch ein Shirt für die Fans des Blogs. Gibt`s in den Größen
S 49  M 52  L 55  XL 58 XXL 61. Bestellung per Mail;  Selbstkostenpreis: 22,00 €





Zwiebelmethode

Allgemein wird bei der Bekleidung über die Zwiebelmethode gesprochen. Sprich mehrere Schichten Kleidung, dazwischen Luft als isolierende Schicht, welche die Körperwärme nicht so schnell entweichen lässt.


Bildquelle: Berlin.de



Wenn man sich nun die gängigen Angebote der Hersteller für Motorradkleidung ansieht, so ist festzustellen, das eine wärmene Innenjacke (oder Hose) bei den den meisten Anbeitern aus einem Steppfutter besteht. Dies ist in der Regel mit dem äußeren Kleidungsstück per Reissverschluß verbunden.

Ich weiß nicht wie es anderen ergeht, aber ich finde die Steppfutter nicht besonders toll. Insebesondere kleben diese nach einer gewissen Tragezeit an der Haut. Zudem habe ich nicht das Gefühl, das Feuchtigkeit richtig abtransportiert wird, noch das die Teile richtig wärmend sind. So haben sich über die Jahre einige unbenutze Steppinlays bei mir angesammelt.

Manche Hersteller bieten auch Fleecejacken als Unterjacke an. Meist lässt sich diese auch separat tragen. Das ist schon um einiges angenehmer, als das oben beschrieben Steppmaterial.

Wenn die Temperaturen im späten Frühjahr steigen, ist meist auch die Fleecejacke zu warm.  Eher zufällig sind wir aus diesem Grund bei Softhell gelandet. Eine dünne Softshelljacke, eng anliegend (das Material ist ziemlich dehnfähig) ist ein sehr gute Unterjacke. Da Softshell winddicht ist, ist auch eine dünne Jacke ziemlich praktisch. Sobald am Vormittag dann die Sonne richtig brezelt, ist die Softshelljacke klein verstaubar.
Bildquelle: Naturzeit.com

Im Übrigen ist eine dünne Softshelljacke auch ein prima Ergänzung unter einer Sommerjacke mit vielen "Luftlöchern". Die Softshelljacke verhindert wirkungsvoll am frühen Sommermorgen, das kühle Morgenluft den Körper auskühlen lässt.

Es spielt keine Rolle von welchem Hersteller ein Softshelljacke kommt. Von Tchibo bis Northface gibt es die Jacken von 40 bis 400 Euro. Meine 50 Eurojacke reicht seit Jahren vollkommen aus.

Einzig auf ein sehr dünnes Futter ist beim Kauf zu achten. Shoftshelljacken sind auch oft mit wärmenden Futter zu bekommen.

Freitag, 15. April 2016

Ölfallen bei Nürnberg im April 2016

Ölfallen bei Nürnberg im April 2016

Zweimal dieselbe Kurve

Polizei und Feuerwehr warnen Motorradfahrer: Bei Nürnberg wurden im April 2016 für Biker gefährliche Ölfallen entdeckt - an zwei Sonntagen in Folge und immer in derselben Kurve.

Bitte klickt Euch direkt in den Artikel von Motorrad rein!

http://www.motorradonline.de/recht-und-verkehr/oelfallen-bei-nuernberg-im-april-2016/725738

Bildquelle: motorradonline.de

Es gibt Menschen in unserem Land, die gehen "über Leichen". Oder schwäbisch gsagt: 
Di sen nemme gans sauber em Kopf! 

Diesem Menschen sei gesagt: Wundere dich nicht über die Reaktion, wenn sie dich erwischen! Das kann böse für dich ausgehen. 

Noch ganz dicht?

Hi Leute, mal wieder etwas direkt aus dem Leben. Heutzutage nutzen viele neue Techniken und verbaute Stoffe. So auch gerne Motorrad Klamotten und Stiefel mit verbauter Membrane, welche die Klamotten und Stiefel wasserdicht machen (sollen).
Bildquelle: Daytona.de

Eine sogenannte Membrane ist ein Stoff aus Kunststoffmolekülen, welcher so engmaschig verarbeitet ist, das die Moleküle der Luft ihn durchdringen können, aber die wesentlich größeren Wassermoleküle nicht. Wasser nur in Gasform, also Dampf. Gore war die erste Firma die 1976 die neue Technik in Kleidung einbauten.

Seitdem ist viel passiert und noch mehr Marken wie z.B. Sympatex kamen auf den Markt. Heutzutage kostet Kleidung mit Membranen kein halbes Vermögen mehr; Nur wenn Goretex verbaut ist, gibt es schon mal einen heftigen Preisaufschlag. Der Grund liegt darin, das Gore den Herstellern von Klamotten und Stiefeln (Ja! Gore stellt nur die Membranen her!) genau vorschreibt, wie die Membrane zu verarbeiten ist. (verkleben und vernähen).

Vor ein paar Jahren haben wir uns auf einer Messe mit Vertretern der Fa. Gore darüber unterhalten, warum wir in unseren Motorradhandschuhen mit Goretex Membrane - wenns wärmer ist -  schwitzen. Der Wasserdampf (also der Schweiß), sollte doch von innen nach außen wandern....
Bildquelle: Wikipedia.de Übersetzung:Moppedblog Stuttgart

Der Vertreter lächelte und sagte "die Physik der Natur lässt sich nicht austricksen". Und weiter erläuterte er, das es einfach auf die (Außen) Temperaturen ankommt. Ist es nämlich außen wärmer als auf innen (also der Haut), so kann der Dampf nicht entweichen, weil die Druckverhältnisse durch die warme Außenluft dies verhindern. Im Klartext: Wenn es Temperaturen >20 Grad Celsius hat (auch bei Sonneneinstrahlung), funktioniert der "Schweißabtransport" nicht mehr. Dennoch bleibt die Membrane wasserdicht. Wer schon einmal im Sommer in den Regen gekommen ist, der weiß wie unangenehm sich das anfühlt. Außen nass und innen verschwitzt.

Diese Erkenntisse sind auch der Grund dafür, weshalb es derzeit zunehmend mehr Motorradjacken gibt, bei der die Membrane nicht fest vernäht ist, sondern entfernt werden kann.

Nach diesem Geschichts- und Physikexkurs zurück zu Eingangsfrage. >>Noch ganz dicht?<<

Wir in unserem Kreis haben nun schon zwei Jahrzehnte Erfahrungen mit "wasserdichten Membranklamotten".  Wir haben festgestellt, das die Sachen mit Goretex Membranen immer dicht sind. Man auch in Goretex schwitzt, wenns zu warm ist. Die anderen Membranen auf dem Markt, welche in Motorradklamotten verbaut sind (z.B. Polotex), funktionieren auch. Aber nicht immer.

Zum Beispiel: Meine Pharao-Hose (2015 gekauft), ist im Schritt undicht. Nicht heftig, aber spürbar. Meine Motorradstiefel mit einer anderen Membrane aus dem Jahr 2005: Immer war der rechte Zeh feucht (nicht nass). Unsere ersten Haro Textiljacken: Wassereinbruch am Frontreißverschluß.
Bildquelle: polomotorrad.de

Welche Schlüsse lässt dies zu?

Nun, nicht die anderen Membranen sind das Problem. Vielmehr die unsaubere Verarbeitung. Man muss kein Hellseher sein, das ein feuchter Zeh im Stiefel auf eine angestochene (durchs nähen) Membrane schließen lässt. Oder Kleber falsch verarbeitet wurde. Das es bei Goretex nicht so ist, ist vermutlich die Folge strenger Verarbeitungsrichtlinien und Kontrollen.

Muss es immer Goretex sein?

Nein. Wir machten auch gute Erfahrungen mit anderen Membranen. D.h. man kann durchaus günstigere Stiefel oder Jacken kaufen, auf denen nicht ein Goretex Label dranhängt, sondern der Name eines anderen Membranherstellers.

TIPP: Grundsätzlich empfiehlt sich bei allen wasserdichten Klamotten folgendes: Kauft die Klamotten und stellt euch zwanzig Minuten in die Dusche damit. Kauft Stiefel, packt etwas Zewa rein uns stellt diese in die Badewanne. Dabei soll der Wasserspiegel bis zum Schaft reichen.

So gehts auch! Bildquelle: motorradonline.de


Das müsst ihr sofort nach dem Kauf machen. Denn, wenns irgendwo "reinsuppt", dann umtauschen gehen. Und bei der Ersatzware den Test wiederholen.

Alternative: Schönwetterfahrer werden. :-)
Bildquelle: Pinterest.de



Donnerstag, 14. April 2016

Die unterschätzte Macht - Foren

Es ist schon erstaunlich, wie wenig die Hersteller und Medien in Foren unterwegs sind. Wie sie teils überheblich und abwertend über die Informationen im Netz urteilen.

Sicherlich ist nicht jeder Moppedfahrer in einem Forum seins Bikes unterwegs oder informiert sich allgemein im Netz über die Qualität und Möglichkeiten von Bikerklamotten. 
Bildquelle:www online-marketing-abc.de

Dennoch etabliert sich schon sein Jahren eine immer größere Anzahl von Leuten in Foren aller Art um persönliche Erfahrungen über die Bikes und Produkte auszutauschen. Inbesondere bei teureren Dingen wie Motorrädern.

Ja, stimmt schon, in manchen Foren werden Themen schon mal abweichend oder eher als small talk behandelt bzw. genutzt. Doch ist es wie überall im Netz. Man man muss lernen die Informationen zu filtern.

Und an die Hersteller und Medien wie Fachzeitschriften gebe ich die dringende Empfehlung, Mitarbeiter dafür abzustellen, die sich in Foren bewegen. Ich sage die Foren stellen auch einen guten Kundendurchschnitt dar. D.h. es gibt einfach Infos für lau über Wünsche, Probleme und Zukunft und so mancher technische Fehler wird viel früher aufgedeckt.

Erst vor kurzem wurde in einem Forum über einen Seitenständer an einem neuen Mopped Modell berichtet, an dem die Kette schleift. Noch nicht mal der Fachhändler kannte das Problem. Geschweige denn, das der Hersteller dieses Massenproblem an seinen Produkt bisher erkannt hatte.
Und so ist jedem, welcher sein Geld investieren möchte, geraten sich die Zeit zu nehmen und im Netz und in den Foren sich zu informieren.

Bildquelle: www.foren-liste.de
Was gibt es für Foren,  die sich mit dem Thema Motorrad beschäftigen?
Eines der größten Forum ist Motortalk.  Allerdings geht es hier primär um Autos,  inklusive Unterforen für einzelne Typen.
Im Grunde gibt es für jedes Motorrad,  also für den jeweiligen Typ,  ein eigenes Forum.  Das was vor den Netz-Zeiten eine IG,  also Interessengemeinschaft war,  wurden quasi durch Foren ersetzt.
Also einfach mal googeln nach dem Motorradtyp und dem Stichwort Forum. 

...im Übrigen auch wertvoll als Info vor dem Kauf eines Typs.  Man kann auch immer im Forum das Stichwort "Kaufberatung" suchen... das hilft oft bei der Entscheidung.

Und immer gilt teilen: Wer in Foren Infos erhält, soll dann auch seine Erfahrungen dort teilen, damit auch weiteren "Neulinge" stets gute Infos erhalten. So funktioniert die Gemeinschaft (neudeutsch community).

Montag, 4. April 2016

Ducati, Motorrad (Zeitschrift) und der grüne Klee

In der aktuellen Ausgabe der Motorrad Zeitschrift 08/2016 gibt es einen Fahrbericht der neuen Ducati Multstrada Enduro.

Mit über 250 KG Gewicht, welche laut Redakteur nicht besonders stören sollen, (die BMW GS 1200 Konkurrenz ist ja schließlich auch nicht leichter) lobt man über die tollen Enduro Eigenschaften im Gelände.

Na, toll. Da legst über 20 Mille auf den Tisch damit du mit so einer Wuchtbrumme in Gelände fährst? Wems gefällt....

Leute, es ist echt Schmarrn was ihr da schreibt. Wir sind vor langer Zeit auch schon Offroad mit einer Guzzi Type Cali 2 in den Pyrienäen gefahren. Was für eine hervorragende Offroadmaschine"...
Photogeshoppte fette Duc? Bildquelle: totalmotorcycle.com

Du fährst unter dem Strich mit jeder Möhre auch Offroad. Je nach Bodenfreiheit und Bereifung. Ganz sicher ist die Ducati Enduro KEINE Enduro im Sinne des Wortes. Oder die Redaktion macht mal wieder ein neues Wort auf. (denke da an die Wortschöpfung Crossover). Wie wäre es mit "Superenduro"...alles was bisher "Super" im Namen trug war eher von der Suomofraktion...

Vielleicht war es aber auch einer der vielen Aprilscherze im Heft. Besonders beim BMW Cruiser kam das Wort "quergedacht" ziemlich häufig vor....Das Wort ist ganz klar aus dem Xing-Netzwerk. Hier gibts die große Gruppe der Querdenker".

How ever, die Scherze waren in den letzten Jahren auch schon mal besser. Die Duc über den grünen Klee als prima Enduro zu bezeichnen war kein Scherz und wenn, dann auch nicht lustig.

Freitag, 1. April 2016

EU beschließt Seitenreflektoren am Motorrad!

Wie gestern im Amtsblatt der EU (TED) zu lesen war, hat die EU eine neue Verordnung verfasst.

Ab dem 01.01.2017 müssen alle Motorräder seitlich je einen Reflektor angebracht haben. Die Größe beträgt mindestens 10cm² und kann Rund oder Eckig sein. Farbe Gelb. (Es gibt dazu einen Farbcode)

Das härteste ist aber: Die Verordnung gilt für alle Motorräder ab 125ccm - und auch für bereits zugelassene Motorräder. D.h. Nachrüsten ist angesagt!


Was die sich in der EU alles einfallen lassen! Spinnen die jetzt????

Vom Bundesverband für Motorradfahrer formiert sich schon Widerstand gegen die Verordnung. Demnächst soll es in jeder großen Stadt Demos dazu geben! Bitte beachtet die Pressmeldungen hierzu!

BITTE hinterlasst fleissig Kommentare!


UPDATE: Dies war ein Aprilscherz zum 01.04.2016. Allerdings gibt es bereits neue Motorräder, welche die Reflektoren angeschraubt haben. In der neuen EU Verordnung UNECE-R 41.04 konnte ich allerdings nichts dazu finden. (Aber keine Gewähr das da nicht doch was steht: Ist halt mal wieder Beamtendeutsch...wurschtelt euch selbst durch...http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32013R0168&qid=1458561419457&from=EN